Vier Wochen, die es in sich haben: Tesla steht im April vor einer ungewöhnlichen Häufung marktbewegender Ereignisse — und die Aktie hat nach sechs Verlustwochen in Folge zuletzt wieder Boden gutgemacht.
Gestern schloss die Aktie mit einem Plus von rund 4,6 Prozent, getragen von drei gleichzeitigen Impulsen: Lieferoptimismus vor den morgen erwarteten Q1-Zahlen, positive Signale rund um das Optimus-Roboterprogramm und die Ankündigung des sogenannten „Terafab“-Projekts.
Das Terafab-Projekt und Optimus 3
Tesla und SpaceX planen gemeinsam mit xAI den Bau zweier hochmoderner Chipfabriken in Austin, Texas. Das Ziel: die wachsende Nachfrage nach Chips für Teslas Fahrzeuge, Optimus-Roboter und KI-Rechenzentren im All abzudecken. Einen Fertigstellungstermin gibt es bislang nicht. Hintergrund ist, dass das globale Chipangebot den prognostizierten Bedarf der drei Unternehmen derzeit bei weitem nicht deckt. Teslas KI-Trainingskapazitäten in Texas sollen allein im ersten Halbjahr 2026 mehr als verdoppelt werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Parallel dazu meldete sich Elon Musk auf X zum Optimus-Programm: „Optimus 3 läuft bereits, braucht aber noch den letzten Schliff, bevor er gezeigt werden kann.“ Das signalisiert Fortschritt — und gleichzeitig eine Verzögerung gegenüber der ursprünglich für Q1 geplanten Präsentation.
Lieferzahlen morgen, Marge Ende April
Am morgigen Donnerstag veröffentlicht Tesla die Auslieferungs- und Produktionsdaten für das erste Quartal. Der Konsens aus Schätzungen von 23 Finanzinstituten — darunter Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan — liegt bei rund 365.600 Fahrzeugen. Die Bandbreite der Prognosen ist allerdings erheblich: UBS rechnet mit 345.000 Einheiten, RBC Capital mit 367.000, der FactSet-Konsens liegt bei etwa 382.000. Auf der Prognoseplattform Polymarket sehen Trader mit 76,5 Prozent Wahrscheinlichkeit einen Wert zwischen 350.000 und 375.000 Fahrzeugen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Selbst das mittlere Szenario wäre ein deutlicher Rückgang: 365.600 Einheiten entsprächen einem Minus von rund 13 Prozent gegenüber den 418.227 Auslieferungen im vierten Quartal 2025. Beim Energiespeicher erwartet der Markt hingegen einen Rekordwert von 14,4 GWh.
Weitere Weichenstellungen folgen noch im April: Tesla rechnet mit der Zulassung seines überwachten Autopiloten FSD in den Niederlanden — ein Schritt, der laut der niederländischen Fahrzeugbehörde kurz vor dem Abschluss steht. Eine Genehmigung dort könnte den Weg für eine EU-weite Zulassung ebnen. Zudem soll die Produktion von Tesla Semi und Cybercab in Nordamerika im ersten Halbjahr 2026 anlaufen. Beim Cybercab bleibt das Fehlen behördlicher Genehmigungen ein konkretes Risiko: Ein früher Produktionshochlauf ohne Zulassung würde Kapital in Lagerbeständen binden.
Den Abschluss bildet der vollständige Quartalsbericht am 28. April. Anleger werden dabei besonders auf die Bruttomarge im Fahrzeugsegment achten — ohne CO₂-Gutschriften lag sie zuletzt bei 17,7 Prozent. Ein Rückgang unter 15 Prozent würde zeigen, dass der anhaltende Preiskampf die operative Basis des Unternehmens nachhaltig beschädigt.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 1. April liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


