Tesla Aktie: Belastendes Momentum!

JPMorgan sieht strukturelle Nachfrageprobleme bei Tesla und senkt Gewinnerwartungen. Hohe Lagerbestände und ein Rückschlag im Energiespeichergeschäft belasten die Aussichten.

Tesla Aktie
Kurz & knapp:
  • JPMorgan senkt Gewinnprognose für Tesla
  • Rekordhohe Lagerbestände belasten Cashflow
  • Energiespeichergeschäft verfehlt Erwartungen deutlich
  • Tesla zieht bei Auslieferungen wieder an BYD vorbei

Der US-Autobauer Tesla steuert mit vollen Lagern auf die kommenden Quartalszahlen zu. Während das Unternehmen auf dem Papier die weltweite Krone bei Elektroautos zurückerobert hat, wächst an der Wall Street die Skepsis. Die Investmentbank JPMorgan sieht fundamentale Probleme im Geschäftsmodell und ruft das derzeit aggressivste Abwärtsszenario für den Titel aus.

Wachsende Lücke zwischen Produktion und Auslieferung

Analyst Ryan Brinkman bestätigte am Montag seine Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von lediglich 145 US-Dollar. Gleichzeitig senkte er seine Gewinnerwartungen für das erste Quartal von 0,43 auf 0,30 US-Dollar je Aktie. Im Zentrum seiner Kritik steht ein strukturelles Nachfrageproblem. Im abgelaufenen Quartal fertigte der Konzern rund 408.000 Fahrzeuge, übergab aber nur knapp 358.000 an die Kunden.

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Dieser Überschuss von 50.000 Einheiten treibt den geschätzten Gesamtbestand auf ein Allzeithoch von 164.000 ungenutzten Fahrzeugen. Wachsende Lagerbestände binden Kapital und dürften laut Brinkman die Generierung von freiem Cashflow erheblich belasten. Die Entwicklung schürt zudem die Sorge, dass der Autobauer auf Rabatte zurückgreifen musste, um Fahrzeuge zu verkaufen, was die Margen weiter komprimieren würde.

Rückschlag bei den Energiespeichern

Ein weiterer Dämpfer kommt aus einer Sparte, die zuletzt als verlässlicher Wachstumstreiber galt. Bei den Energiespeichern verfehlte das Unternehmen die Erwartungen deutlich. Mit installierten 8,8 Gigawattstunden lag der Wert 38 Prozent unter dem Rekordniveau des Vorquartals und weit entfernt von den prognostizierten 14,4 Gigawattstunden. Damit bricht ein wichtiges Argument der Optimisten kurz vor der anstehenden Berichtssaison weg.

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Ein Lichtblick im China-Geschäft

Trotz der trüben Aussichten gibt es auch positive Signale. Mit den ausgelieferten Fahrzeugen zog der US-Konzern wieder an seinem chinesischen Rivalen BYD vorbei und sicherte sich die globale Krone bei reinen Elektroautos. BYD leidet derzeit unter einer neuen Kaufsteuer von fünf Prozent in China. Gleichzeitig verzeichneten die in Shanghai produzierten Tesla-Modelle im März ein Verkaufsplus, getragen von einer robusten Nachfrage aus Europa.

Am Mittwoch, den 22. April 2026, wird das Unternehmen nach US-Börsenschluss seine Bücher öffnen. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 0,24 US-Dollar je Aktie. Im Fokus der Investoren werden dann vor allem die Bruttomargen im Automobilgeschäft stehen sowie konkrete Pläne des Managements, wie der historische Fahrzeugbestand abgebaut werden soll.

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