Das Jahr 2026 kann in einem bestimmten Sinne düster für die Amerikaner von Tesla werden. Nun möchten zwei wichtige Partner aus dem Emissionshandel von Teslas Zertifikaten aussteigen: Stellantis und Toyota. Zum Hintergrund:

Der europäische Emissionshandel im Automobilsektor basiert auf sogenannten CO₂-Pools. Mehrere Hersteller können ihre Flottenemissionen gemeinsam berechnen, um die EU-Grenzwerte einzuhalten.

Tesla führte über mehrere Jahre einen solchen Pool für mehrere Automobilhersteller. Hersteller mit hohem Anteil an Verbrennungsmotoren konnten dadurch ihre durchschnittlichen Emissionswerte reduzieren. Im Jahr 2024 erzielte Tesla weltweit rund 3 Milliarden Dollar aus diesem Geschäftssegment. Schon zuletzt waren die Einnahmen deutlich schwächer geworden.

Der Aktienkurs der Tesla verliert praktisch analog dazu.

Tesla geht langsam in den Abwärtstrend über

Auf der anderen Seite jedoch gibt es auch sehr positive Anmerkungen zu den Chancen der Amerikaner. Ein Beispiel: Die Bank of America bewertet Tesla weiterhin positiv und nennt Robotaxi-Technologie als wichtigsten Wachstumstreiber.

Nach Einschätzung der Analysten könnten Robotaxi-Dienste rund 52 % des langfristigen Unternehmenswerts ausmachen. Robotaxi-Dienste waren lange Zeit ein Exot in der Unternehmensbewertung. Elon Musk hat daran geglaubt. Behält die BoA recht, dann würde die Aktie von Tesla die nächste Stufe bei 400 Euro nun sehr viel leichter nehmen können.

Auch die Softwareplattform Full-Self-Driving spielt eine zentrale Rolle. Der Dienst verfügt laut Analyse über rund 1,1 Millionen Abonnements.

Insofern ist hier noch nicht Hopfen und Malz verloren. Die Börsen aber haben sich hier noch nicht für eine endgültige Bewertung entschieden. Noch ist die Tesla im Seitwärtstrend. Wenn die Amerikaner nun z. B. im Bereich Robo Taxis erfolgreich wären, ist dies ein wertvoller Hinweis auf die Geschäftsfähigkeit und die Chancen der Aktie.