Der Elektroauto-Pionier steht vor einer Zerreißprobe. Während die Auslieferungszahlen im ersten Quartal enttäuschten und die Lagerbestände auf ein Rekordniveau anwachsen ließen, treibt das Management den milliardenschweren Umbau zum KI-Konzern voran. Dieser radikale Fokus auf Autonomie spaltet derzeit die Beobachter an der Wall Street.
Analysten uneins über die Zukunft
Die jüngsten Quartalszahlen lieferten den Kritikern reichlich Munition. Tesla produzierte im ersten Quartal über 408.000 Fahrzeuge, lieferte aber nur knapp 358.000 aus. Die Differenz von rund 50.000 Einheiten markiert den größten Bestandsaufbau in der Unternehmensgeschichte. Seit Jahresanfang hat das Papier bereits gut 21 Prozent an Wert verloren, was die wachsende Skepsis der Investoren widerspiegelt.
Die Einschätzungen der großen Investmentbanken fallen entsprechend gegensätzlich aus:
– JPMorgan: Senkt die Gewinnprognose für 2026 auf 1,80 US-Dollar pro Aktie und sieht mit einem Kursziel von 145 US-Dollar deutliches Abwärtspotenzial.
– Morgan Stanley: Hält an der Jahresprognose von 1,6 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen fest und erwartet eine baldige Erholung der Nachfrage.
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Verantwortlich für die schwache Absatzentwicklung ist nicht nur die wachsende Konkurrenz. Der Wegfall einer staatlichen Förderung von 7.500 US-Dollar in den USA sowie anhaltende geopolitische Spannungen belasten die Nachfrage spürbar. Auch das Energiespeicher-Geschäft bot keinen Ausgleich und brach im Vergleich zum Vorquartal um 38 Prozent ein.
Milliardenwette auf das Cybercab
Gegen diesen kurzfristigen Gegenwind setzt Tesla seine Vision einer autonomen Zukunft. In der texanischen Gigafactory ist in diesem Monat die Produktion des „Cybercab“ angelaufen. Das zweisitzige Modell soll weniger als 30.000 US-Dollar kosten und kommt komplett ohne Lenkrad und Pedale aus.
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Allerdings steht das Projekt vor erheblichen regulatorischen Hürden. Da Fahrzeuge ohne manuelle Steuerung auf vielen US-Straßen noch nicht zugelassen sind, bleibt ein flächendeckender Verkauf vorerst illegal. Analysten von William Blair werten die aktuelle Strategie so, dass Tesla sein klassisches EV-Geschäft aktiv zugunsten der autonomen Zukunft opfert.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 22. April, wenn Tesla die detaillierten Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt. Das Management muss dann nicht nur die gesunkenen Bruttomargen im Autogeschäft erklären. Im Mittelpunkt steht vor allem die Finanzierung des massiven Strategiewechsels, für den Tesla im laufenden Jahr Investitionen von 20 Milliarden US-Dollar veranschlagt hat.
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