China-Absatz erholt sich kräftig, der Cybercab nähert sich der Serienproduktion, und die Analystengemeinde ist so gespalten wie selten zuvor. Tesla liefert dieser Tage gleich mehrere Schlagzeilen auf einmal — doch das Gesamtbild ist komplizierter als es auf den ersten Blick scheint.
China: Starke Großhandelszahlen, schwieriger Januar
Die kombinierten Großhandelsverkäufe aus Teslas Shanghaier Gigafactory stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um mehr als 35 Prozent auf 127.728 Einheiten. Im Februar legte der Einzelhandelsabsatz sogar um 42,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Teslas Marktanteil im chinesischen Batterie-EV-Segment kletterte auf 13,74 Prozent — der höchste Wert seit April 2024.
Allerdings ist ein Teil dieser Stärke basisbedingt. Im Februar 2025 hatte Tesla das Shanghaier Werk für Upgrades am Model Y teilweise stillgelegt, was die Vergleichsbasis erheblich drückte. Hinzu kommt der Dezember-Effekt: Im Dezember 2025 kauften chinesische Kunden in Rekordstückzahlen, bevor zum Jahreswechsel eine fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge wieder in Kraft trat. Der Januar 2026 fiel entsprechend schwach aus — mit nur 18.485 Einzelhandelsverkäufen der niedrigste Monatswert seit November 2022. Um die Nachfrage zu stützen, hat Tesla seine Sonderfinanzierungsprogramme mit Nullzins-Optionen bis Ende März verlängert.
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Der Wettbewerb bleibt intensiv. Im Februar überholte Geelys Xingyuan Tesla und BYD als meistverkauftes Modell in China, im Januar hatte Xiaomis YU7 das Model Y vom Spitzenplatz verdrängt.
Cybercab und FSD: Fortschritt mit Fragezeichen
Teslas langfristige Wachstumsthese hängt maßgeblich am autonomen Fahren. Am 10. März präsentierte das Unternehmen die Produktionsversion des Cybercab beim US-Verkehrsministerium in Washington — zeitgleich mit dem ersten bundesweiten Forum zur Sicherheit autonomer Fahrzeuge. Laut einem Bericht des Wall Street Journal plant Tesla, die Produktionslinie auf mehrere Hundert Fahrzeuge pro Woche auszulegen, mit Produktionsstart im April 2026.
Bis zur Straßenzulassung ist jedoch noch regulatorischer Spielraum nötig: Da US-Sicherheitsstandards auf Fahrzeuge mit menschlichen Bedienelementen ausgelegt sind, benötigt Tesla für das steuerlose Cybercab voraussichtlich Ausnahmegenehmigungen. Parallel dazu lief am 9. März die NHTSA-Frist für die Einreichung von FSD-Fahrdaten ab — ein Termin, den Analysten als kurzfristigen Bewertungsfaktor eingestuft hatten. Die FSD-Nutzerbasis wuchs bis Ende 2025 auf 1,1 Millionen aktive Nutzer, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die kumulierten Fahrleistungen des FSD-Fuhrparks liegen bei 8,4 Milliarden Meilen — Wettbewerber wie Waymo und Baidu absolvieren allerdings bereits rund 850.000 vollautonome Fahrten pro Woche.
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Finanzen und Analystenmeinungen
Das Kerngeschäft stand 2025 unter Druck: Der Umsatz sank um 2,9 Prozent, die Gewinnmarge brach um 45 Prozent ein, und die Fahrzeugauslieferungen gingen im vierten Quartal um 16 Prozent zurück. Als Lichtblick erwies sich das Energiesegment mit einem Umsatzplus von 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar.
Die Aktie hat sich trotz der schwachen Fundamentaldaten im vergangenen Jahr verdoppelt — getragen von einer stark gestiegenen Bewertung, die auf die langfristige Plattformfantasie rund um KI, Robotik und autonomes Fahren setzt. Die Analystengemeinschaft spiegelt diese Unsicherheit wider: 41 Kursziele bei MarketBeat reichen von 25 bis 600 Dollar, der Konsens liegt bei 407 Dollar mit einem „Hold“-Rating. Die Bank of America sieht 52 Prozent ihres Bewertungsmodells im Autonomiefahren-Segment verankert und hält an einem Kursziel von 460 Dollar fest; BNP Paribas Exane bewertet die Aktie mit „Underperform“ und einem Ziel von 280 Dollar.
Was im April entscheidet
Der April wird zum ersten echten Stresstest für die aktuelle Bewertung. Die Q1-Auslieferungszahlen, der geplante Produktionsstart des Cybercab und weitere regulatorische Signale der NHTSA werden zeigen, ob Teslas Kursanstieg auf einer soliden operativen Basis steht. Die Aktie notiert aktuell rund 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 416,90 Euro — der Markt wartet auf Belege, dass Ambition und Ausführung zusammenfinden.
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