Zehn Tage bis zur Quartalspräsentation, 60 Cybercabs auf dem Gelände der Gigafactory Texas — und die Aktie steuert auf eine achte Verlustwoche in Folge zu. Tesla steht vor einem der bedeutendsten Earnings-Termine seit Jahren, und die Ausgangslage könnte kaum widersprüchlicher sein.
Cybercab-Produktion nimmt Fahrt auf
Am 8. April wurden rund 60 Cybercabs auf dem Gelände der Gigafactory Texas gesichtet — die bislang größte Konzentration des autonomen Fahrzeugs an einem Ort. Drohnenaufnahmen zeigen die Fahrzeuge in zwei getrennten Gruppen, was auf Vorbereitungen für Tests oder Auslieferungen hindeutet. Das erste Serienfahrzeug war im Februar produziert worden, der Hochlauf der Massenproduktion ist für April geplant.
Das Fahrzeug ist als vollautonomes Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale konzipiert — genau das macht es regulatorisch kompliziert. Für eine solche Konfiguration sind in den USA explizite Ausnahmegenehmigungen von den bundesweiten Fahrzeugsicherheitsstandards erforderlich. Welche Bundesstaaten diese bereits erteilt haben, hat Tesla bislang nicht kommuniziert.
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Was am 22. April auf dem Spiel steht
Die Q1-Zahlen erscheinen am 22. April nach Börsenschluss. Der Kontext ist belastet: Tesla lieferte im ersten Quartal 358.023 Fahrzeuge aus, produzierte aber 408.386 — eine Lücke von über 50.000 Einheiten, die größte in der Unternehmensgeschichte. Auch das Energiespeichergeschäft schwächelte: Mit 8,8 GWh lagen die Deployments deutlich unter dem Konsensschätzwert von 14,4 GWh und 15 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Beim Gewinn je Aktie gehen die Erwartungen weit auseinander. Der Konsens liegt bei 0,24 Dollar — was einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspräche. Die Schätzungen reichen jedoch von 0,09 bis 0,44 Dollar, was die Unsicherheit über Margen und Nachfrageentwicklung widerspiegelt.
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Analysten tief gespalten
Die Meinungen an der Wall Street liegen selten so weit auseinander wie derzeit bei Tesla. JPMorgan-Analyst Ryan Brinkman hält an seinem Kursziel von 145 Dollar fest und verweist auf das Auslaufen des 7.500-Dollar-Bundessteuerkredits für Elektrofahrzeuge, wachsenden Druck durch chinesische Wettbewerber sowie schwer quantifizierbare Reputationsschäden durch Elon Musks politisches Engagement.
Wedbush-Analyst Dan Ives sieht das Bild grundlegend anders: Er bleibt bei Outperform und einem Kursziel von 600 Dollar, gestützt auf Teslas KI- und Autonomie-Infrastruktur sowie einen geplanten Robotaxi-Rollout in mehr als 30 US-Städten im laufenden Jahr. Morgan Stanley hält an Neutral und einem Kursziel von 415 Dollar fest und nennt den Fortschritt beim Robotaxi-Programm als entscheidenden Kurstreiber.
Mit einem Minus von über 20 Prozent seit Jahresbeginn und geplanten Investitionsausgaben von mindestens 20 Milliarden Dollar für 2026 — inklusive einer neuen Terafab-Anlage in Fremont — wird der 22. April zeigen, ob Tesla die Lagerbestände abbauen und die Margen stabilisieren kann. Die Cybercabs auf dem Texaner Werksgelände sind ein sichtbares Zeichen des Fortschritts; ob sie auch ein finanzielles werden, entscheidet sich in zehn Tagen.
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