Starke Margen, schwache Kurse — bei Tesla klaffen Realität und Marktreaktion weit auseinander. Der Elektroautobauer lieferte am Mittwoch eigentlich solide Zahlen für das erste Quartal 2026. Die Aktie legte nachbörslich zunächst zu. Dann kassierte Finanzchef Vaibhav Taneja die Gewinne mit einer einzigen Ankündigung wieder ein.
Überraschung bei der Marge
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 41 US-Cent über den Erwartungen. Der Umsatz verfehlte die Prognosen mit 22,39 Milliarden US-Dollar knapp. Dafür glänzte die Bruttomarge. Sie sprang auf 21,1 Prozent und erreichte den höchsten Wert seit mehreren Quartalen.
Ein Teil dieses Profits stammt allerdings aus Einmaleffekten. Tesla profitierte von wegfallenden Zöllen und angepassten Garantierückstellungen.
Kostenschock bremst die Aktie
Die gute Stimmung kippte in der Telefonkonferenz. Tesla plant in diesem Jahr Investitionen von über 25 Milliarden US-Dollar. Das sind fünf Milliarden mehr als bisher veranschlagt. Allein im abgelaufenen Quartal stiegen die Kapitalausgaben um 67 Prozent.
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Die Folge: Anleger schickten die Papiere auf Talfahrt. Aktuell notiert die Aktie bei rund 334 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf fast elf Prozent.
Robotaxi-Pläne und veraltete Hardware
Elon Musk lenkte den Fokus stark auf das autonome Fahren. Bis Jahresende will Tesla sein unüberwachtes Robotaxi-System in rund einem Dutzend US-Bundesstaaten betreiben. Nennenswerte Umsätze erwartet der CEO daraus aber erst im Jahr 2027.
Für Millionen bestehende Kunden gab es eine bittere Pille. Ältere Fahrzeuge mit den sogenannten Hardware-3-Computern unterstützen das neue System nicht. Sie benötigen ein Upgrade auf die vierte Generation, um Teil der künftigen autonomen Flotte zu werden.
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Neue Modelle und Roboter aus Kalifornien
Abseits der Software baut Tesla seine Produktion um. Das Stammwerk in Fremont bereitet sich ab dem zweiten Quartal auf die Fertigung humanoider Roboter vor. Das Ziel: eine Million Optimus-Einheiten pro Jahr.
Parallel dazu reagiert der Konzern auf den Preisdruck durch asiatische Rivalen wie BYD und Xiaomi. Tesla kündigte günstigere Ausstattungsvarianten für das Model Y und das Model 3 an.
An der Wall Street sorgt der teure Umbau für Zurückhaltung. Analysten bewerten die Aktie im Schnitt lediglich mit „Halten“ und sehen das Kursziel bei rund 412 US-Dollar. Bis die autonomen Systeme ab 2027 spürbare Umsätze liefern, muss das Kerngeschäft mit den neuen, günstigeren Modellen die Milliardeninvestitionen finanzieren.
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