Tesla: Vier Millionen Fahrzeuge können kein FSD erhalten

Tesla verzeichnet Rekord bei FSD-Abonnements, kämpft aber mit unzureichender Hardware in Millionen älterer Fahrzeuge.

Tesla Aktie
Kurz & knapp:
  • 1,28 Millionen aktive FSD-Abonnenten
  • Hardware 3 für autonomes Fahren ungeeignet
  • Vier Millionen Fahrzeuge betroffen
  • Kostenlose Nachrüstung geplant

Im ersten Quartal 2026 feiert Tesla einen Meilenstein bei seiner Software für autonomes Fahren. Die Einnahmen aus Abonnements sprudeln wie nie zuvor. Parallel dazu räumt das Management ein weitreichendes Problem ein. Millionen ältere Fahrzeuge können das versprochene autonome Fahren technisch gar nicht leisten.

Das Hardware-Dilemma

Während der Telefonkonferenz am 23. April machte das Management ein bemerkenswertes Eingeständnis. Die sogenannte Hardware 3 reicht für unüberwachtes autonomes Fahren nicht aus. Die Folge: eine fundamentale physische Grenze. Ein einfaches Software-Update löst das Problem nicht.

Betroffen sind rund vier Millionen Fahrzeuge der Baujahre 2019 bis 2023. Die Besitzer zahlten damals hohe Summen für das FSD-Paket. Jetzt formiert sich globaler juristischer Widerstand. In Kalifornien läuft bereits eine Sammelklage. Auch in Europa und Australien ziehen enttäuschte Käufer vor Gericht. Teslas eigenes Eingeständnis liefert den Klägern nun starke Argumente.

Abo-Modell treibt die Umsätze

Abseits der juristischen Risiken floriert das Software-Geschäft. Tesla verzeichnete Ende März 1,28 Millionen aktive FSD-Abonnenten. Das ist ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund für den Anstieg ist ein Strategiewechsel. Tesla strich im Februar die teuren Einmalkäufe und setzte komplett auf monatliche Zahlungen.

Damit generiert der Konzern jeden Monat knapp 18 Millionen US-Dollar an reinen Software-Einnahmen. Die Auslieferungen der Autos stiegen im gleichen Zeitraum nur um sechs Prozent. Tesla verdient also zunehmend mehr Geld pro Fahrzeug.

Teure Umbauten und schwacher Ausblick

Um die Hardware-Lücke zu schließen, plant Tesla aufwendige Nachrüstungen. Kunden sollen kostenlose neue Computer und Kameras erhalten. Dafür will das Unternehmen spezielle Umbauzentren in Großstädten einrichten. Die Logistik für Millionen Fahrzeuge ist enorm. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht.

Finanziell lieferte Tesla im ersten Quartal gemischte Signale. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 41 US-Cent die Erwartungen. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 22,4 Milliarden US-Dollar. Er verfehlte die Prognosen damit knapp.

An der Börse reagieren Investoren verhalten. Die Tesla-Aktie notiert aktuell bei rund 320 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von gut 14 Prozent auf der Anzeigetafel. Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 417 Euro ist das Papier deutlich entfernt.

Für den Rest des Jahres 2026 drohen weitere finanzielle Belastungen. Finanzchef Vaibhav Taneja kündigte einen negativen Cashflow an. Grund dafür ist ein massives Investitionsprogramm von 25 Milliarden US-Dollar. Ein Lichtblick bleibt die internationale Expansion. Im dritten Quartal erwartet Elon Musk die offizielle FSD-Zulassung für den chinesischen Markt. Parallel dazu laufen bereits erste unüberwachte Robotaxi-Fahrten in Texas.

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