Nach einem brutalen Kursabsturz greift das Management der The Platform Group ein. Der Softwarekonzern startet ein Rückkaufprogramm für seine ausstehende Unternehmensanleihe. Am Markt kommt dieser Schritt gut an. Die schwer gebeutelte Aktie reagiert mit ersten Erholungsversuchen.

In den vergangenen Wochen erlebten Aktionäre einen massiven Ausverkauf. Allein auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier rund 55 Prozent an Wert. Erst am Montag markierte der Kurs bei 1,20 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Millionen für den Anleiherückkauf

Nun steuert das Düsseldorfer Unternehmen gegen. Ab dem 2. Juli 2026 kauft The Platform Group Papiere des sogenannten Nordic Bonds zurück. Das maximale Volumen liegt bei fünf Millionen Euro.

Ein unabhängiger Dienstleister wickelt die Transaktionen über die Börsen in Frankfurt und Berlin ab. Das Ziel: Vertrauen schaffen. Marktbeobachter werten den Schritt als Zeichen finanzieller Stabilität.

Fundamentale Basis

Operativ steht der Konzern auf einem breiten Fundament. Die Softwarelösungen kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 728 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 55 Millionen Euro.

Die Ankündigung zeigt erste Wirkung auf dem Kurszettel. Am Mittwoch kletterte die Aktie um 3,25 Prozent auf 1,43 Euro. Ein extrem niedriger RSI-Wert signalisiert ohnehin eine stark überverkaufte Situation. Mit dem Start der Käufe im Juli rückt nun die Liquiditätssteuerung des Managements direkt in den Fokus.