Die Aktie von The Platform Group kommt angeschlagen in die neue Woche. Am Freitag schloss der Titel bei 3,05 Euro – ein Minus von knapp einem Prozent. In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier über ein Fünftel an Wert. Die entscheidende Frage: Was bringen die anstehenden Quartalszahlen?

Anleger warten auf die operative Kennzahlen für das erste Quartal 2026. Besonders im Fokus: das Bruttowarenvolumen (GMV) und die Profitabilität. Nach einem Rekordjahr 2025 muss das Unternehmen nun liefern. Der RSI von 39,6 Punkten zeigt: Die Aktie ist bereits überverkauft. Eine Erholung wäre möglich – aber nur bei überzeugenden Zahlen.

Ambitionierte Ziele, hohe Erwartungen

Das Management hatte die Prognose im April bestätigt: Für 2026 peilt The Platform Group einen Nettoumsatz von rund einer Milliarde Euro an. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 70 und 80 Millionen Euro liegen. Getragen wird das Wachstum von der Plattformstrategie mit inzwischen über 26 Branchen und mehr als 16.000 Partnern.

Parallel dazu läuft die Integration der AEP GmbH, einem B2B-Pharmagroßhändler. Die kartellrechtliche Freigabe ist erteilt, der formelle Abschluss der Übernahme wird noch im Mai erwartet. Der Deal soll die Präsenz im Bereich Pharma & Service Goods massiv ausbauen.

Die Zahlen der kommenden Woche werden zeigen, ob das Unternehmen das hohe Tempo halten kann. Die Bewertung bleibt angesichts der schwachen Kursentwicklung günstig. Doch die Volatilität von über 150 Prozent macht den Small-Cap-Wert anfällig für heftige Ausschläge – in beide Richtungen.