The Platform Group Aktie: Solide Zahlen

The Platform Group meldet starkes Wachstum für 2025, doch die geplante Akquisition des Pharmagroßhändlers AEP belastet die Aktie und erhöht die Verschuldung.

The Platform Group Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Umsatz- und Gewinnsprung im Geschäftsjahr 2025
  • Übernahme eines Pharmagroßhändlers für rund 75 Millionen Euro
  • Anstieg der Nettoverschuldung auf etwa 120 Millionen Euro
  • Management bekräftigt optimistische Prognose für 2026

Die Zahlen stimmen, doch die Anleger sind nervös: The Platform Group hat am 27. Januar 2026 vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und gleichzeitig eine Übernahme angekündigt, die das Unternehmen fundamental verändert. Der Warengegenwert (GMV) kletterte um 44 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 39 Prozent auf 728 Millionen Euro zu. Damit landete man im oberen Bereich der Guidance von 715 bis 735 Millionen Euro.

Bemerkenswert: 63 Prozent des Wachstums kam organisch zustande – getrieben durch mehr Partner, ein breiteres Sortiment und eine verbesserte Kundenbindung. Das bereinigte EBITDA schnellte um rund 65 Prozent auf 55 Millionen Euro nach oben, die Marge verbesserte sich auf 7,6 Prozent. Das KI-Programm und die Kostensenkungsmaßnahmen scheinen erste Früchte zu tragen.

Pharma-Riese verschlingt Finanzmittel

Doch was löste dann den Kursrutsch aus? Die angekündigte Übernahme von AEP, einem B2B-Pharmagroßhändler aus Alzenau, der rund tausend Apotheken beliefert. Das Unternehmen erwirtschaftet selbst etwa eine Milliarde Euro Umsatz bei einem EBITDA von circa 22 Millionen Euro – eine Marge von nur zwei Prozent. Der geschätzte Kaufpreis liegt bei rund 75 Millionen Euro, finanziert durch eine Mischung aus Eigenkapital und Fremdkapital.

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Die Nettoverschuldung stieg bereits auf etwa 120 Millionen Euro, das Verhältnis zum EBITDA liegt nun bei 2,2. Mehr als 140 Teilnehmer schalteten sich in den Investoren-Call auf der Airtime-Plattform ein – ungewöhnlich viele für einen Mittelständler. Die Skepsis war spürbar: Verwässert die Kapitalerhöhung die Altaktionäre? Drückt die niedrige AEP-Marge die Konzernrendite?

Neues Segment verschiebt Gewichte

Mit AEP entsteht ein komplett neues Segment „Pharma Group“, das auch bestehende Aktivitäten wie ApoNow und apothekia bündeln soll. Zusammen würde dieses Segment eine Milliarde Euro Umsatz und 25 Millionen Euro EBITDA beisteuern. Die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus, der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet.

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Das Management bekräftigt seine Prognose für 2026: GMV von 1,7 Milliarden Euro, Umsatz von einer Milliarde Euro und ein EBITDA zwischen 70 und 80 Millionen Euro. Die Verschuldungsquote soll bei 1,5 bis 2,3 weiterhin im grünen Bereich bleiben. Das langfristige Ziel von drei Milliarden Euro Umsatz bis 2030 rückt durch die Übernahme in greifbare Nähe.

Analysten von NuWays bekräftigen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 21 Euro. Sie bewerten die Transaktion als sinnvoll und transformativ. Dennoch bleibt die Frage: Können die Margen bei AEP tatsächlich gesteigert werden – oder wird der Konzern künftig mit dünneren Renditen leben müssen?

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