The Platform Group Aktie: Umsatz plus 51,2 Prozent auf 243 Millionen

The Platform Group verzeichnet kräftiges Umsatz- und Kundenwachstum, leidet aber unter höheren Kosten und einem schwachen Aktienkurs.

The Platform Group Aktie
Kurz & knapp:
  • Bruttowarenvolumen steigt um 23 Prozent
  • Umsatz klettert auf 243 Millionen Euro
  • Aktiver Kundenstamm wächst um 42 Prozent
  • Prognose für 2026 bleibt unverändert

Starke operative Zahlen, schwache Aktie: Bei The Platform Group klaffen Geschäftsentwicklung und Börsenstimmung auseinander. Der Plattformbetreiber wächst kräftig, bekommt aber höhere Zins- und Logistikkosten zu spüren. Genau diese Mischung macht das Quartal spannend.

Am Donnerstag notiert die Aktie bei 2,87 Euro, ein Minus von 1,03 Prozent; auf Wochensicht summiert sich der Rückgang auf 6,82 Prozent. Die Börse honoriert das Wachstum also bislang nur begrenzt.

Wachstum zieht deutlich an

Das Bruttowarenvolumen stieg im Auftaktquartal um 23,0 Prozent auf 438,4 Millionen Euro. Für ein Plattformmodell ist das die zentrale Messgröße, weil sie zeigt, wie viel Geschäft über das Netzwerk läuft.

Noch stärker entwickelte sich der Umsatz. Er kletterte auf 243,1 Millionen Euro, ein Plus von 51,2 Prozent. Das spricht für eine höhere Monetarisierung des Geschäfts und für mehr Dynamik bei den angebundenen Plattformen.

Auch operativ ging es voran. Das bereinigte EBITDA wuchs um 37,1 Prozent auf 21,8 Millionen Euro. Damit hat The Platform Group bereits einen spürbaren Teil der Jahreszielspanne erreicht.

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Unter dem Strich fiel das Bild weniger glänzend aus. Das Konzernergebnis lag bei 17,7 Millionen Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Der Grund: Im Vergleichsquartal hatte ein positiver Einmaleffekt geholfen; das Ergebnis je Aktie betrug 0,85 Euro.

Mehr Kunden, mehr Partner, mehr Bestellungen

Die Wachstumsbasis wurde breiter. The Platform Group gewann mehr aktive Nutzer, baute das Partnernetzwerk aus und verarbeitete deutlich mehr Bestellungen.

  • Aktive Kunden: 8,1 Millionen, plus 42,1 Prozent
  • Angeschlossene Partner: 17.221 Unternehmen, plus 12,2 Prozent
  • Bestellungen: 3,4 Millionen, plus 36 Prozent
  • Durchschnittlicher Warenkorb: 128 Euro, plus 2,4 Prozent

Der operative Hebel bleibt damit intakt. Das Unternehmen wächst nicht nur über Preise oder Einmaleffekte, sondern über mehr Aktivität im Netzwerk.

Belastend wirken die Kosten. Das Management verweist auf höhere Zins- und Logistikkosten infolge des Irankriegs. Als Reaktion setzt die Führung auf Effizienzmaßnahmen und den Abbau von Bankverbindlichkeiten.

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Prognose bleibt stehen

Für 2026 erwartet The Platform Group weiter ein Bruttowarenvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro und einen Konzernumsatz von 1,0 Milliarden Euro. Am Ausblick rüttelt der Vorstand damit nicht.

Das bereinigte EBITDA soll zwischen 70 Millionen und 80 Millionen Euro liegen. Nach dem starken Auftaktquartal wirkt diese Spanne operativ gut unterfüttert, auch wenn die Kostenentwicklung ein wichtiger Störfaktor bleibt.

mwb research bleibt bei der Kaufempfehlung und nennt ein Kursziel von 19,50 Euro. Die Analysten verweisen darauf, dass die Quartalszahlen über der erwarteten Run-rate liegen.

Bei den M&A-Aktivitäten steht nun der erwartete Abschluss der AEP-Übernahme im Juni 2026 an. Bis 2030 will das Unternehmen den Verschuldungsgrad auf das 1,0-fache bis 1,4-fache des EBITDA senken.

Der nächste konkrete Prüfpunkt ist damit die AEP-Transaktion im Juni. Bis dahin bleibt die Lage klar umrissen: operativ liefert The Platform Group, am Markt dominieren noch Skepsis über Kosten, Verschuldung und Umsetzung.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.