The Platform Group (TPG) hat gestern die Q3-Zahlen vorgelegt – und die zeigen eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Der E-Commerce-Spezialist steigerte seinen Umsatz um 35% auf 189 Millionen Euro. Doch das ist längst nicht alles.
Die Wachstumsdynamik des Plattformgeschäfts wird besonders an einer Kennzahl deutlich: Der Bruttowarenwert (GMV) schoss um 51% nach oben auf 250 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem 49% mehr aktive Kunden, die nun 6,7 Millionen erreichen. Die Anzahl der Partner legte um 23% zu – mehr Partner bedeuten mehr Produkte, mehr Produkte ziehen mehr Kunden an.
Organisches Wachstum überzeugt
Besonders bemerkenswert: TPG wächst nicht nur durch Zukäufe. Das organische Wachstum lag bei starken 22% im dritten Quartal. Die größte Sparte Consumer Goods kletterte sogar um 41% auf 112 Millionen Euro und macht inzwischen 61% der Konzernerlöse aus. Freight Goods legte um 39% zu, Industrial Goods um 15%.
Erstmals taucht das neue Segment Optics & Hearing in den Büchern auf – mit 4,9 Millionen Euro Umsatz und einer beeindruckenden bereinigten EBITDA-Marge von 26,5%.
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Profitabilität zieht überproportional an
Während der Umsatz um 35% wuchs, explodierte das bereinigte EBITDA geradezu: Plus 79% auf 12,5 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich auf 6,6% – ein Anstieg um 1,6 Prozentpunkte. Hier zeigt sich die operative Hebelwirkung der Plattform: Die Personalkosten-Quote sank, ebenso die sonstigen Betriebskosten.
Die jüngsten Zukäufe tragen zusätzlich zur Margensteigerung bei. TPG hat in der Vergangenheit geschickt Unternehmen integriert, die das Ergebnis verbessern.
Milliarden-Marke in Sichtweite
Das Management bestätigte die Jahresprognose: 715 bis 735 Millionen Euro Umsatz und 54 bis 58 Millionen Euro bereinigtes EBITDA für 2025. Diese Ziele sollten locker erreichbar sein. Spannender ist der Ausblick auf 2026: Hier peilt TPG erstmals die Milliarden-Schwelle an – bei einem EBITDA von 70 bis 80 Millionen Euro.
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Auf den ersten Blick irritiert, dass die Marge 2026 konstant bleiben soll, obwohl die Skaleneffekte zunehmen. Die Erklärung: Die kürzlich erworbenen Pharma-Versender (ApoNow, Pharmosan, Vamida) bringen 2026 erwartete 130 Millionen Euro Umsatz ein – allerdings bei niedrigeren Margen. Unterm Strich steigt das absolute EBITDA trotzdem deutlich.
Bewertung hinkt dem Wachstum hinterher
Die Analysten von NuWays sehen die Aktie als klar unterbewertet an. Das EV/EBITDA-Multiple für 2026 liegt bei nur 2,7 – ein Wert, der nicht zu einer schnell wachsenden E-Commerce-Plattform passt. Ihre Kaufempfehlung mit Kursziel 21 Euro bleibt bestehen.
Tatsächlich zeigt sich hier eine Diskrepanz: TPG wächst organisch mit über 20%, verbessert die Profitabilität kontinuierlich und steuert auf die Milliarden-Schwelle zu. Die Bewertung spiegelt diese Dynamik bislang nicht wider.
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