The Trade Desk kämpft mit einem massiven Vertrauensentzug an der Börse. Während der breite Technologiesektor unter Zinsängsten leidet, rutscht das Papier des Werbespezialisten immer tiefer in Richtung seines Jahrestiefs. Anleger blicken nun auf eine gefährliche Mischung aus enttäuschenden Gewinnen und mutigen Zukäufen großer Adressen.
Enttäuschende Gewinnzahlen belasten
Die jüngsten Geschäftszahlen zeichnen ein gemischtes Bild. Der Umsatz übertraf mit rund 689 Millionen US-Dollar zwar die Erwartungen. Beim Gewinn je Aktie enttäuschte das Unternehmen jedoch deutlich: Statt der prognostizierten 0,32 US-Dollar blieben lediglich 0,08 US-Dollar hängen.
An der Börse hinterlässt diese Bilanz tiefe Spuren. Innerhalb eines Jahres verlor der Titel fast 75 Prozent an Wert. Aktuell notiert die Aktie bei 15,74 Euro und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 15,17 Euro.
Großinvestoren nutzen den Kurssturz
Trotz der Kursverluste greifen einige Großinvestoren zu. Brookstone Capital Management baute seine Beteiligung im ersten Quartal 2026 um 29 Prozent aus. HSBC Holdings erhöhte ihre Position ebenfalls deutlich auf über eine Million Anteile.
Das Management reagiert auf den Kursverfall mit einem Aktienrückkaufprogramm über 350 Millionen US-Dollar. Analysten bleiben indes vorsichtig und vergeben im Schnitt ein „Hold“-Rating bei einem Kursziel von rund 34 US-Dollar.
Die technische Lage bleibt angespannt. Der Kurs liegt weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 30 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index von 37 gilt das Papier zwar als schwach, aber noch nicht als überverkauft.
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