Die Aktie von The Trade Desk gehörte in den letzten zwölf Monaten zu den größten Verlierern im Tech-Sektor. Doch am Donnerstag änderte sich die Stimmung schlagartig. Grund dafür ist eine seltene Kombination: Während Gerüchte über eine Partnerschaft mit OpenAI die Runde machen, sendet der CEO mit einem massiven Aktienkauf ein deutliches Vertrauenssignal an den Markt.
Vertrauensbeweis in dreistelliger Millionenhöhe
CEO Jeff Green nutzte die tiefen Kurse für einen der größten Insider-Käufe der jüngeren Unternehmensgeschichte. Laut behördlichen Unterlagen erwarb er zwischen dem 2. und 4. März rund 6,4 Millionen Aktien der Klasse A. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf über 150 Millionen Dollar.
Dieser Schritt wiegt besonders schwer, da es der erste signifikante Insider-Kauf bei The Trade Desk seit über einem Jahr ist. In einer Zeit, in der Anleger aufgrund verlangsamten Wachstums und starker Konkurrenz durch Amazon und Google verunsichert waren, demonstriert das Management damit seine Überzeugung, dass das Unternehmen aktuell unterbewertet ist.
KI-Fantasie durch OpenAI
Parallel zum Insider-Kauf beflügeln Berichte über eine mögliche Kooperation mit dem KI-Pionier OpenAI die Kursfantasie. Wie The Information meldet, befinden sich beide Unternehmen in frühen Gesprächen, um Anzeigen auf ChatGPT zu verkaufen. Da OpenAI seine Plattform zunehmend monetarisieren möchte, könnte The Trade Desk die notwendige programmatische Infrastruktur liefern.
Für The Trade Desk würde eine solche Partnerschaft den Zugang zu einem völlig neuen, schnell wachsenden Werbeinventar bedeuten. Analysten werten dies als Chance, die Diskussion um das Unternehmen wieder auf Wachstum statt Stagnation zu lenken. Allerdings warnen Marktbeobachter, dass es sich bislang um unbestätigte Gespräche handelt. Sollten diese scheitern, könnte die Euphorie schnell verfliegen.
Fundamentale Lage und Ausblick
Die Reaktion an der Börse fiel deutlich aus. Nach einer langen Durststrecke, in der das Papier auf Jahressicht über 57 Prozent an Wert verlor und ein 52-Wochen-Tief bei 20,16 Euro markierte, konnte sich der Kurs zuletzt erholen. Fundamental steht der Werbespezialist trotz des massiven Abverkaufs solide da: Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar, wirtschaftete profitabel und ist schuldenfrei.
Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet das Management mit Einnahmen von mindestens 678 Millionen Dollar, was einem Wachstum von etwa 10 Prozent entspricht. Ob die jüngste Erholung von Dauer ist, hängt maßgeblich von der Konkretisierung der OpenAI-Pläne ab. Der massive Aktienkauf des CEOs ist hingegen ein Fakt, der zumindest kurzfristig das Vertrauen der Investoren zurückgewonnen hat.
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