The Trade Desk startet eine Partnerschaft mit DramaBox — und ist damit die erste Demand-Side-Plattform, die das Format der vertikalen Kurzdramen programmatisch buchbar macht. Während das Unternehmen seine Plattform ausbaut, bleibt der Kurs unter Druck. Am 7. Mai folgen die Quartalszahlen.

Kurzdramen als neues Werbeformat

DramaBox gehört zu einem schnell wachsenden Segment im mobilen Videomarkt. Die Top-20-Apps dieser Kategorie erreichen schätzungsweise 250 Millionen monatlich aktive Nutzer. Der globale Markt für Kurzdrama-Apps soll bis Ende 2025 rund drei Milliarden Dollar Umsatz generieren — fast dreimal so viel wie 2024.

Für Werbetreibende bedeutet die Integration: Sie können Kurzdramen-Inventar künftig in kanalübergreifende Kampagnen einbinden. Das gilt sowohl für mobile Geräte als auch für Connected-TV-Geräte. Das Format stammt ursprünglich aus Asien und gewinnt zunehmend in westlichen Märkten an Reichweite.

Kreditlinie und Quartalszahlen

Parallel dazu hat The Trade Desk seine revolvierende Kreditlinie neu aufgestellt. Das Unternehmen sicherte sich 750 Millionen Dollar bis April 2031. Der Vertrag erlaubt es, den Rahmen bei Bedarf weiter auszuweiten.

Die Maßnahme stärkt die Liquidität in einem Umfeld, das von steigendem Wettbewerb und wachsenden Anforderungen an Gebührentransparenz geprägt ist. Das Geld soll unter anderem in KI-Infrastruktur und den Ausbau eigener Rechenzentren fließen.

Am 7. Mai veröffentlicht The Trade Desk nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Konsens erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,28 Dollar bei einem Umsatz von rund 679 Millionen Dollar. Das Management selbst hatte zuvor mindestens 678 Millionen Dollar Umsatz und ein bereinigtes EBITDA von rund 195 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

Kurs weit unter Vorjahresniveau

Die Aktie notiert aktuell bei rund 23,40 Dollar — gut 50 Prozent unter dem Niveau vor zwölf Monaten. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als ein Viertel seines Wertes verloren. Das 52-Wochen-Hoch lag bei 77,60 Dollar.

Einige Analysten stufen die Aktie trotzdem als unterbewertet ein. Ob diese Einschätzung trägt, wird der Quartalsbericht am 7. Mai zeigen — inklusive erster Daten zur Nutzung neuer Produkte wie OpenAds und dem Ventura-Ökosystem.