Baillie Gifford hat sich nahezu vollständig von seiner Position in The Trade Desk getrennt. Der schottische Vermögensverwalter verkaufte Ende März 2026 über 22 Millionen Aktien — ein Abbau von 99,33 Prozent seiner Beteiligung. Was bleibt, sind 150.381 Aktien und viele offene Fragen zur Stimmung unter institutionellen Investoren.
Der Rückzug im Detail
Am 31. März 2026 reduzierte Baillie Gifford seine Beteiligung auf einen symbolischen Rest von rund 0,03 Prozent der ausstehenden Aktien. Der Schritt ist bemerkenswert, weil Baillie Gifford lange als überzeugter Wachstumsinvestor galt — bekannt für langfristige Positionen in Technologieunternehmen.
Die gesamte institutionelle Beteiligung an The Trade Desk liegt aktuell bei rund 67,77 Prozent. Die Aktie eröffnete diese Woche bei 20,09 US-Dollar.
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Analysten und Unternehmensausblick
Das Analystenbild ist gespalten. Von 38 Brokerhäusern empfehlen 14 einen starken Kauf, 19 halten die Aktie, zwei raten zum Verkauf. Das Konsensrating lautet derzeit „Moderate Buy“. Wells Fargo senkte sein Kursziel zuletzt von 25 auf 24 US-Dollar und verwies auf Ausführungsrisiken sowie uneinheitliche Branchendaten für den Rest des Geschäftsjahres. Der durchschnittliche Zielkurs aller Analysten liegt dennoch bei 41,91 US-Dollar — deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Das Unternehmen selbst hat ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 350 Millionen US-Dollar genehmigt, was rund 2,9 Prozent der ausstehenden Aktien entspricht. Zusammen mit einer früheren Genehmigung ergibt sich ein Gesamtrahmen von 500 Millionen US-Dollar.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management einen Umsatz von mindestens 678 Millionen US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von rund 195 Millionen US-Dollar. Mehr als die Hälfte des Geschäftsvolumens entfällt inzwischen auf sogenannte Joint Business Plans. Die laufende Umstellung auf neue automatisierte Handelsmodi innerhalb der Kokai-Plattform gilt als wichtiger Entwicklungsschritt — mit noch unklaren Auswirkungen auf die kurzfristigen Margen.
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