The Trade Desk erlebt derzeit schwere Zeiten an der Börse. Das Papier markierte am 25. Juni ein neues Jahrestief bei 14,99 Euro. Ein Ende der exklusiven Partnerschaft mit Walmart belastet die Stimmung massiv.

Konkurrenzdruck durch Walmart-Öffnung

Walmart öffnete seine Retail-Media-Sparte zuletzt für Konkurrenten wie Magnite, Yahoo und Google. Damit verliert The Trade Desk seine bisherige Sonderstellung beim US-Einzelhandelsriesen. Das Unternehmen setzt nun verstärkt auf seine technologischen Kernangebote.

Der Kurssturz ist drastisch: Die Aktie notiert rund 80 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 77,60 Euro. Das Unternehmen navigiert in einem wettbewerbsintensiven Umfeld für digitale Werbung.

Analysten von Truist Securities und Benchmark halten dennoch an ihren Kaufempfehlungen fest. Sie setzen Kursziele von 35 beziehungsweise 30 US-Dollar. Die Experten vertrauen auf die langfristige technologische Basis des Unternehmens.

Fokus auf Datenstrategie

Das Management reagiert mit einer personellen Offensive. In Boston sucht der Konzern einen neuen Staff Product Manager für den Bereich Reporting. Diese Stelle soll die Datenstrategie schärfen und die Analyse-Tools weiterentwickeln.

Anleger blicken nun auf die Zahlen zum zweiten Quartal. Erwartet wird ein Gewinn je Aktie von 0,40 US-Dollar. Das entspräche einem leichten Rückgang von etwa 2,4 Prozent. Parallel dazu soll der Umsatz auf rund 752 Millionen US-Dollar steigen.

Die Volatilität bleibt extrem hoch. Aktuell notiert der Kurs bei 15,30 Euro — weit unter dem langfristigen Durchschnitt von 30,05 Euro. Die nächsten Impulse liefert der Quartalsbericht im Sommer.