Die Reihe an positiven Analystenreaktionen zu Thyssenkrupp reißt nicht ab. Innerhalb weniger Tage haben mehrere Häuser ihre Kursziele deutlich angehoben und damit die jüngste Kursrally des Essener Industriekonzerns untermauert.
Am Freitag hatte Citigroup-Analyst Ephrem Ravi das Kursziel deutlich auf 20 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Er begründete dies damit, dass Thyssenkrupp reich an Kurstreibern und Finanzmitteln sei, während die Bewertung noch Nachholbedarf zeige.
Bereits einen Tag zuvor hatte die DZ Bank ihr Rating von Hold auf Buy angehoben und das Kursziel von 11 auf 16 Euro erhöht. Auch Bank of America zog nach: Das Institut erhöhte sein Kursziel von 19 auf 22 Euro und bekräftigte die Kaufempfehlung. Als Begründung nannte die Bank neue EU-Zollquoten für Stahl, die ab Juli greifen und die Margen des Konzerns stützen sollen.
Operatives Geschäft liefert Rückenwind
Die Kursziel-Anhebungen fallen nicht zufällig in eine Phase, in der Thyssenkrupp auch operativ positive Signale sendet. Bei der Vorlage der Neunmonatszahlen zum Geschäftsjahr 2025/2026 hob der Konzern die Untergrenze seiner Jahresprognose für das bereinigte EBIT von 500 auf 600 Millionen Euro an.
Der Konzern rechnet nun mit einem bereinigten EBIT zwischen 600 und 900 Millionen Euro, nachdem zuvor eine Spanne von 500 bis 900 Millionen Euro galt.
Nicht alle Nachrichten aus dem Konzernumfeld fielen zuletzt positiv aus. Die Tochter Thyssenkrupp Nucera, an der der Mutterkonzern mehr als 50 Prozent hält, senkte ihre Prognose wegen des Ausstiegs aus dem SOEC-Geschäft.
Das EBIT soll nun zwischen minus 105 und minus 75 Millionen Euro liegen, nachdem zuvor ein Bereich von minus 80 bis minus 30 Millionen Euro erwartet worden war. Auch beim Umsatz musste Nucera zurückrudern: Statt der im Vorjahr erzielten 845 Millionen Euro rechnet die Tochter nun nur noch mit 450 bis 500 Millionen Euro.
Abspaltung von tk accelis nimmt Formen an
Parallel zur operativen Entwicklung treibt Thyssenkrupp den Konzernumbau voran. Anfang August stimmte eine außerordentliche Hauptversammlung der Verselbstständigung der Sparte tk accelis, vormals Materials Services, zu.
Die Handelsregistereintragung wird für Ende Oktober erwartet, unmittelbar danach soll die Börsennotierung der TK Accelis Group AG & Co. KGaA folgen. Thyssenkrupp wird nach dem Börsengang zunächst 51 Prozent an der neuen Gesellschaft halten und diesen Anteil später auf 30 Prozent reduzieren. 49 Prozent gehen direkt an die bestehenden Aktionäre.
Kurs nahe am Mehrjahreshoch
Die Aktie spiegelt die positive Nachrichtenlage deutlich wider. Am Montag schloss das Papier bei 13,63 Euro, nach einem Plus von 1,5 Prozent auf Tagessicht. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich der Kursanstieg auf 10 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 46 Prozent zu Buche.
Erst am 17. August hatte die Aktie mit 13,98 Euro ein Fünf-Jahres-Hoch markiert, was nahe am aktuellen 52-Wochen-Hoch von 14,05 Euro liegt – der Abstand dazu beträgt lediglich 3,0 Prozent.
Für Anleger bündeln sich damit mehrere Faktoren: steigende Kursziele namhafter Analysehäuser, eine angehobene Gewinnprognose und ein konkreter Fahrplan für die Abspaltung von tk accelis. Die Schwäche bei der Wasserstofftochter Nucera bleibt dabei ein Wermutstropfen, der die Gesamteinschätzung der Analysten bislang jedoch nicht trübt.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

