Thyssenkrupp Aktie: Großinvestoren greifen zu

Zwei Großinvestoren erhöhen ihre Anteile an Thyssenkrupp, während die Aktie auf ein Sechsmonatstief fällt. Analysten halten trotz Verlusten und Stahlkrise an Kaufempfehlungen fest.

Thyssenkrupp Aktie
Kurz & knapp:
  • Amundi und BlackRock erhöhen Anteile auf über 5 Prozent
  • Aktie verliert 35 Prozent seit Februar-Hoch
  • Stahlsparte leidet unter Billigimporten und Produktionsstopp
  • Jefferies hält an Kaufempfehlung mit 13 Euro Kursziel fest

Während die Thyssenkrupp-Aktie auf ein Sechsmonatstief abrutschte, haben Amundi und BlackRock nahezu zeitgleich ihre Anteile erhöht. Der französische Vermögensverwalter hält nun 5,23 Prozent, der US-Riese meldete 5,35 Prozent der Gesamtanteile. Dass zwei institutionelle Schwergewichte ausgerechnet in einer Schwächephase aufstocken, sticht ins Auge.

Das Timing ist bemerkenswert: Seit Mitte März hat die Aktie rund 19 Prozent verloren, der Kurs liegt mit 7,81 Euro weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Vom Hoch Mitte Februar bei über 12 Euro entspricht das einem Rückgang von mehr als 35 Prozent in wenigen Wochen.

Stahlsparte unter Druck

Der wesentliche Treiber hinter dem Kursverfall ist das Stahlgeschäft. Billigimporte aus Asien belasten die Margen, und ab Juni pausiert Thyssenkrupp Electrical Steel die Produktion im französischen Werk Isbergues vollständig — rund 600 Beschäftigte sind betroffen. Auf EU-Ebene läuft ein Gegenmittel: Das EU-Parlament hat im Januar einer Kürzung der Stahl-Importquoten um 47 Prozent und einer Verdoppelung des Schutzzolls auf 50 Prozent zugestimmt. Ein Inkrafttreten wird zum 1. Juli 2026 angestrebt.

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Auf der Ergebnisseite hinterließ das erste Quartal 2025/26 tiefe Spuren: Der Nettoverlust sprang auf 353 Millionen Euro — nach minus 51 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Jefferies bleibt optimistisch

Trotz der schwierigen Lage hält Jefferies an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13 Euro fest. Der Analystenkonse­ns liegt im Schnitt bei 11,55 Euro — und damit deutlich über dem aktuellen Kurs.

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Strategische Optionen könnten zusätzlich Bewegung in die Aktie bringen. Die Aufzugsparte TK Elevator prüft einen Börsengang, wobei laut Bloomberg-Berichten vom März die Anteilseigner Cinven und Advent einem Verkauf — möglicherweise an den finnischen Wettbewerber Kone — inzwischen offener gegenüberstehen als einem Listing. Im Marinebereich bewirbt sich TKMS in Kanada um einen U-Boot-Auftrag mit einem Volumen von bis zu 43 Milliarden US-Dollar.

Der nächste harte Datenpunkt kommt am 12. Mai 2026 mit dem Halbjahresbericht. Bis dahin bleibt die Frage, ob die EU-Stahlzollreform oder eine Lösung für TK Elevator die Grundlage für eine nachhaltige Kurserholung liefern kann — oder ob der Verlusttrend anhält.

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