Die Analysten von Jefferies ändern ihre Meinung zu Thyssenkrupp – und das deutlich. Nach monatelangem Kursrückgang seit Anfang Februar stufen sie die Aktie des Industriekonzerns von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Das Kursziel klettert von 12,50 auf 13 Euro. Doch was steckt hinter diesem plötzlichen Sinneswandel?
Politik und Strategie als Kurstreiber
Analyst Tommaso Castello räumt ein: An seiner grundsätzlichen Einschätzung des Konzerns habe sich nach den jüngsten Quartalszahlen nichts geändert. Die Hochstufung begründet er mit zwei anderen Faktoren. Zum einen sieht er Rückenwind aus der Politik für die europäische Stahlindustrie. Zum anderen lobt er die dynamische Umsetzung der Unternehmensstrategie bei Thyssenkrupp.
Diese Kombination führt den Jefferies-Experten zu einer optimistischeren Gewinnprognose. Seine operative Ergebnisprognose (Ebitda) für 2026 hebt er um fünf Prozent an – und liegt damit nun sechs Prozent über dem Analystenkonsens. Eine bemerkenswerte Abweichung von der Mehrheitsmeinung.
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Portfolioumbau könnte Werte freilegen
Castello sieht weiteres Potenzial in möglichen Portfolioveränderungen. Ein Verkauf des europäischen Stahlgeschäfts, ein Börsengang oder Verkauf der Aufzugsparte sowie eine Abspaltung des Werkstoffgeschäfts könnten für Aktionäre zusätzliche Werte freisetzen. Ob und wann solche Schritte kommen, bleibt allerdings offen.
Im vorbörslichen Tradegate-Handel reagierte die Aktie am Freitag moderat positiv auf die Jefferies-Einschätzung und notierte zeitweise 0,88 Prozent im Plus bei 10,86 Euro. Der Titel bleibt damit deutlich unter dem neuen Kursziel von 13 Euro – was ein Aufwärtspotenzial von knapp 20 Prozent bedeuten würde. Ob die Analysten recht behalten, dürfte vor allem davon abhängen, ob sich der erwartete politische Rückenwind und die strategischen Weichenstellungen tatsächlich in besseren Zahlen niederschlagen.
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