Morgan Stanley hat die Thyssenkrupp-Aktie von „Underweight“ auf „Equal Weight“ hochgestuft und damit einen der aktivsten Handelstage des Titels an der Tradegate-Plattform ausgelöst. Das Upgrade markiert einen Stimmungswechsel — in einem Moment, in dem der Kurs kaum weiter vom 52-Wochen-Hoch entfernt sein könnte.
Zur Einordnung: Im Oktober 2025 notierte die Aktie noch bei 13,24 Euro. Heute liegt sie bei knapp unter 8 Euro — rund 40 Prozent tiefer. Den Tiefpunkt markierte Mitte März ein Kurseinbruch von bis zu zehn Prozent an einem einzigen Handelstag, ausgelöst durch eine Meldung über den Rückzug des Vermögensverwalters Amundi, der seinen Stimmrechtsanteil unter die Meldeschwelle von fünf Prozent senkte. Institutionelle Investoren interpretierten das als Skepsis gegenüber der Transformationsstrategie des Konzerns.
Morgan Stanley setzt Kursziel bei 8,30 Euro
Das neue Kursziel von Morgan Stanley liegt bei 8,30 Euro — nur knapp über dem aktuellen Kurs. Die Bank sieht die Aktie damit weder als klar unterbewertet noch als übermäßig riskant. Kurzfristige Risiken bleiben im Blick, aber die Phase der expliziten Underperformance-Einstufung ist beendet.
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Jefferies hingegen hält an einer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13 Euro fest. JPMorgan stufte den Titel Anfang März auf „Neutral“ herab. Das Analystenumfeld bleibt gespalten — mit einer Spanne von gut fünf Euro zwischen den Kurszielen.
Nucera mit neuem Großauftrag
Operative Unterstützung kommt aus dem Wasserstoffbereich. Die Tochtergesellschaft Nucera erhält den Auftrag zur Planung, Fertigung und Lieferung von Elektrolyseuren für eine 300-MW-Wasserstoffanlage in Andalusien. Kurz zuvor hatte bereits ein Engineering-Auftrag für ein 260-MW-Projekt in Indien für positive Schlagzeilen gesorgt.
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Als weiterer Stabilitätsfaktor gilt Thyssenkrupp Marine Systems. Die Verteidigungstochter weist eine Bruttomarge von 17 Prozent und einen Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro auf — ein Ruhepol inmitten der Konzernturbulenzen.
Halbjahresbericht am 12. Mai als nächste Nagelprobe
Die entscheidenden Antworten dürfte der Halbjahresbericht am 12. Mai liefern. Anleger erwarten konkrete Fortschritte bei der Verselbstständigung der Sparte Materials Services — mit einem Jahresumsatz von 11,4 Milliarden Euro und über 15.000 Beschäftigten ein gewichtiges Kapitel der Konzernstrategie. Ob Börsengang, Abspaltung oder Verkauf: Der Weg hängt maßgeblich davon ab, ob die Sparte im laufenden Quartal eine verbesserte Performance vorweisen kann.
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