Thyssenkrupp Aktie: Warmbandwerk 4 läuft wieder an

Nach Brand im Oktober 2025 nimmt Thyssenkrupp das Warmbandwerk 4 wieder in Betrieb. Die Aktie hat sich bereits deutlich erholt.

Thyssenkrupp Aktie
Kurz & knapp:
  • Probebetrieb nach siebenmonatiger Pause
  • Modernisierung während der Reparaturphase
  • 800 Millionen Euro Investitionsprogramm
  • Aktie mit deutlicher Kurserholung

Thyssenkrupp macht im Stahlgeschäft einen operativen Schritt nach vorn. Die Stahlsparte hat den Probebetrieb des Warmbandwerks 4 in Duisburg wieder aufgenommen. Für Anleger ist das keine Finanznachricht, sondern ein Signal zur Produktion.

Rund sieben Monate nach einem Brand liegt ein zentraler Baustein der Flachstahlproduktion wieder im Hochlauf. Was bedeutet das für die Aktie?

Brand im Oktober 2025 – jetzt Probebetrieb

Am 24. Oktober 2025 kam es im Ofenbereich zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand. Betroffen waren die Öfen und Teile der Dachkonstruktion. Seitdem liefen Instandsetzungsarbeiten, die nach Unternehmensangaben nun abgeschlossen sind.

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Thyssenkrupp Steel nutzte die Reparaturphase für technische Optimierungen und Modernisierungen. Ziel: bessere Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität. Die zum Komplex gehörende Stranggießanlage war bereits seit Mitte Dezember 2025 wieder in Betrieb. Nun folgt das Warmbandwerk 4 – zunächst im Probebetrieb, später soll der Regelbetrieb starten.

800 Millionen Euro Investition in Duisburg

Die Anlage ist kein Einzelprojekt. Sie ist Teil eines größeren Modernisierungsprogramms am Standort Duisburg, das Thyssenkrupp Steel im Juli 2025 mit einem Investitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro beziffert hatte. Dazu gehören eine neue Stranggießanlage 4, das modernisierte Warmbandwerk mit zwei Hubbalkenöfen und eine vollautomatisierte Brammenlogistik.

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Die Nennkapazität des Warmbandwerks: 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Hubbalkenöfen erreichen Temperaturen von bis zu 1.300 Grad Celsius. Produziert werden warmgewalzte Flachstähle in unterschiedlichen Güten – von Standardstählen bis zu höherfesten Premiumqualitäten für die Automobilindustrie, Elektromobilität, den Maschinenbau und die Energiebranche.

Kurserholung weitgehend eingepreist

Die Aktie notierte am Donnerstag bei 11,71 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von gut fünf Prozent, seit Jahresbeginn ein Plus von über 21 Prozent. Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 7,10 Euro Ende März liegt der Kurs rund 65 Prozent höher.

Allerdings: Das 52-Wochen-Hoch von 13,24 Euro vom Oktober 2025 ist noch mehr als elf Prozent entfernt. Die Börse hat die operative Erholung offenbar teilweise vorweggenommen. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an – der Schritt in den Regelbetrieb des Warmbandwerks wird zeigen, ob die Produktion stabil läuft.

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