Thyssenkrupp Aktie: Zeichen der Turbulenz?

TKMS reicht Angebot für kanadische U-Boote ein, während der Konzern auf den Halbjahresbericht im Mai zusteuert.

Thyssenkrupp Aktie
Kurz & knapp:
  • TKMS-Angebot für Kanada bis 29. April
  • Rekordauftragsbestand von über 20 Milliarden Euro
  • Halbjahresbericht am 12. Mai erwartet
  • Aktie fällt unter 200-Tage-Linie

Thyssenkrupp steuert auf eine entscheidende Woche zu. In Kanada geht es um einen der größten Rüstungsaufträge des Jahrzehnts. Parallel rückt der Halbjahresbericht im Mai näher. Anleger warten auf Klarheit, während die Aktie weiter schwächelt.

Countdown für den Mega-Auftrag

Bis zum 29. April muss die Tochtergesellschaft TKMS ihr Angebot in Kanada einreichen. Es geht um arktistaugliche U-Boote im Wert von bis zu 37 Milliarden Euro. Die kanadische Regierung hatte erste Entwürfe abgewiesen. Ottawa fordert massiven Technologietransfer und lokale Wertschöpfung.

Um diese Hürde zu nehmen, kooperiert TKMS jetzt mit den Unternehmen CAE und QNX. Die Software-Firma QNX liefert das Betriebssystem für die U-Boote. Das Ziel: mehr Cybersicherheit und eine nahtlose Anbindung an NATO-Partner. Fällt das Angebot im Mai oder Juni durch, verliert Thyssenkrupp seinen Status als bevorzugter Lieferant.

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Volle Auftragsbücher bei der Marinesparte

Abseits des Bieterwettbewerbs läuft das operative Geschäft rund. Finanzchef Paul Glaser meldete zuletzt einen Rekordauftragsbestand von über 20 Milliarden Euro. Daraufhin hob der Vorstand die Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht an.

Das Unternehmen baut seine Kapazitäten massiv aus. In den Standort Wismar fließen dreistellige Millionenbeträge. Dort entstehen bis Ende des Jahrzehnts schrittweise 1.500 neue Arbeitsplätze. Auch beim deutschen Luftverteidigungsprogramm F127 gilt TKMS als einziger verbliebener Bieter.

Konzernumbau und schwacher Aktienkurs

Für den Gesamtkonzern richtet sich der Blick auf den 12. Mai. Dann präsentiert Thyssenkrupp den Halbjahresbericht. Die Zahlen werden zeigen, wie stark das kriselnde Stahlgeschäft die Gewinne der Marinesparte belastet. Aktuell befindet sich das Management in der offiziellen Ruhephase vor der Veröffentlichung.

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Währenddessen nehmen die Pläne für die Handelssparte konkrete Formen an. Laut Insidern prüft Thyssenkrupp für Materials Services eine Abspaltung, einen Börsengang oder einen Verkauf. Eine Entscheidung könnte noch im laufenden Jahr fallen. Die Sparte setzt jährlich rund 11 Milliarden Euro um.

An der Börse spiegelt sich diese Umbaudynamik kaum wider. Im Gegenteil. Die Aktie schloss am Freitag bei 8,82 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von fast neun Prozent. Damit rutschte der Kurs auch unter die wichtige 200-Tage-Linie.

Enge Terminkette im Frühsommer

Die kommenden Wochen erzwingen Entscheidungen an mehreren Fronten. Akzeptiert Kanada das überarbeitete U-Boot-Angebot Ende April, stärkt das die Position der Marinesparte massiv. Am 12. Mai folgen die nackten Zahlen des Gesamtkonzerns. Kurz darauf trifft die EU ihre finale Entscheidung über neue Stahlzölle. Diese Terminkette wird den Kurs der Aktie im Frühsommer diktieren.

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