Tilray Brands hat am Montag die Untergrenze seiner Prognose für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2027 auf 70 Millionen US$ angehoben. Zuvor hatte sie bei 68 Millionen US$ gelegen; zugleich kündigte das Unternehmen eine Konsolidierung seiner kanadischen Cannabisproduktion an. Die Aktie fällt heute um 6,9%.
Cannabisproduktion wird an anderen Standorten gebündelt
Nach Unternehmensangaben sollen der Cannabisanbau und die Produktion vorgedrehter Cannabisprodukte vom Standort Foss nach Masson in Quebec und Cayuga in Ontario verlagert werden. Tilray erwartet dadurch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 annualisierte Einsparungen von rund 10 Millionen US$.
Die angekündigte Verlagerung betrifft damit sowohl den Anbau als auch die Verarbeitung zu vorgedrehten Produkten. Als Zielstandorte nannte Tilray zwei Betriebe in unterschiedlichen kanadischen Provinzen.
Auch im US-Getränkegeschäft hat Tilray weitere Veränderungen angekündigt. Vor gut einer Woche erklärte das Unternehmen, die Abläufe vereinfachen zu wollen. Diese Maßnahmen sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 annualisierte Kosteneinsparungen von rund 20 Millionen US$ ermöglichen.
Bei dieser Ankündigung hatte Tilray seine damalige Prognose für das bereinigte EBITDA noch bestätigt. Die Anhebung der Prognoseuntergrenze folgte mit der Mitteilung zur kanadischen Produktion am Montag.
Cannabisumsatz zuletzt rückläufig
Vor rund einem Monat meldete Tilray für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Nettoumsatz von 257,1 Millionen US$. Das entsprach einem Anstieg um 23% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Cannabisgeschäft entwickelte sich der Umsatz dagegen rückläufig: Der Nettoumsatz sank im selben Berichtszeitraum um 13% auf 56,1 Millionen US$. Auch bei der Veröffentlichung dieser Quartalszahlen hatte Tilray die damals geltende Jahresprognose für das bereinigte EBITDA bestätigt.
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