TKMS baut massiv Personal auf. Der Rüstungskonzern schreibt derzeit über 330 Stellen aus — ein direktes Signal, dass der rekordhohe Auftragsbestand tatsächlich abgearbeitet werden soll und nicht nur auf dem Papier glänzt.
330 neue Stellen, fünf Standorte
Der Großteil der Positionen entsteht am Hauptsitz in Kiel. Weitere Stellen schafft TKMS in Hamburg, Wismar, Bremen und Emden. Gesucht werden vor allem Ingenieure und Projektmanager. Hinzu kommen Fachkräfte für Kundenservice und Verwaltung.
Der Hintergrund ist klar: Zum 31. März 2026 erreichte der Auftragsbestand ein neues Rekordniveau von 20,6 Milliarden Euro. Ohne ausreichend Personal lässt sich dieser Berg nicht abtragen.
Zahlen bestätigen den Hochlauf
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 stieg der Umsatz auf 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte auf 60 Millionen Euro zu. TKMS führt beides direkt auf die planmäßige Abarbeitung bestehender Aufträge zurück.
An der Jahresprognose hält das Unternehmen fest: Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent, bereinigte EBIT-Marge über 6 Prozent. Mittelfristig peilt TKMS mehr als 7 Prozent an.
Kurs unter Druck, Trend intakt
Die Aktie notiert aktuell bei 73,70 Euro — ein Tagesverlust von knapp 4 Prozent und rund 9 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 81,20 Euro. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von gut 6 Prozent.
Entscheidend wird sein, ob TKMS die neuen Mitarbeiter schnell genug einarbeitet. Der U-Boot- und Marineschiffbau ist komplex. Wer den Hochlauf verzögert, riskiert, dass die Rekordauftragsbücher später als geplant in Umsatz und Marge fließen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, wie schnell die Kapazitätserweiterung greift.
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