Vom Allzeithoch ist die TKMS-Aktie weit entfernt. Seit dem Januarhoch bei 102,90 Euro hat der Kurs rund 27 Prozent verloren. Aktuell notiert das Papier bei 74,90 Euro — und damit deutlich unter beiden relevanten gleitenden Durchschnitten.

Technisches Bild bleibt angespannt

Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 79,72 Euro, der 100-Tage-Durchschnitt sogar bei 85,38 Euro. Beide Linien verlaufen oberhalb des aktuellen Kurses. Das ist ein klassisches Warnsignal: Die kurzfristige Dynamik reicht nicht aus, um den mittelfristigen Abwärtstrend zu brechen.

Der RSI liegt bei 46 — neutral, ohne klares Signal in eine Richtung. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt knapp 50 Prozent. Das ist für eine Rüstungsaktie ungewöhnlich hoch und spiegelt die Unsicherheit der vergangenen Wochen wider.

Immerhin: Auf Sicht von sieben Tagen gewann die Aktie rund 5 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Plus von gut 8 Prozent. Vom Novembertief bei 56,75 Euro hat sich das Papier damit merklich erholt.

Maritime Rüstung als Kerngeschäft

TKMS entwickelt und baut U-Boote, Fregatten und Korvetten für Marinen weltweit. Zu den Kunden zählen Deutschland, Norwegen, Israel, die Türkei und Singapur. Das Produktportfolio reicht von konventionellen U-Booten der Typen 212CD, 214 und 218 bis zu Überwasserschiffen der MEKO-Reihe.

Das Unternehmen ist in einem Sektor aktiv, der strukturell von steigenden Verteidigungsbudgets profitiert. Kurzfristige Kurstreiber fehlen allerdings: Für die nächsten zwölf Monate sind keine Hauptversammlungen oder Ergebnisberichte bekannt. Die letzte Hauptversammlung fand im Februar 2026 statt.

Für die kommende Handelswoche gilt: Solange der Kurs unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 79,72 Euro bleibt, fehlt dem Chart ein belastbares Kaufsignal.