TKMS Aktie: 7-Prozent-Marge statt Auftragsrekorde

Thyssenkrupp Marine Systems fokussiert trotz vollem Auftragsbuch auf Profitabilität. Mittelfristig peilt das Management eine operative Marge über sieben Prozent an.

TKMS Aktie
Kurz & knapp:
  • Fokus auf Margensteigerung
  • Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro
  • Bereinigte EBIT-Marge bei 5,1 Prozent
  • Aktienkurs unter 50-Tage-Linie gefallen

Volle Auftragsbücher reichen an der Börse nicht mehr aus. Das spürt aktuell Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Obwohl der U-Boot-Bauer eine Planungssicherheit von mehr als neun Jahren vorweist, rutschte der Aktienkurs zuletzt spürbar ab. Jetzt steuert Finanzvorstand Paul Glaser kommunikativ gegen und lenkt den Blick auf die Margenqualität.

Mehr Elektronik, höhere Gewinne

Im aktuellen Interview mit dem Nebenwerte-Journal skizziert Glaser eine klare Route. Neue Großaufträge könnten den Bestand zwar nahezu verdoppeln. Im Fokus steht bei der Abarbeitung aber primär die Profitabilität. Mittelfristig peilt das Management eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als sieben Prozent an.

Als Hebel dienen neuere Verträge mit lukrativeren Konditionen. Parallel dazu soll eine bessere Ressourcenauslastung die Kosten drücken. Ein wachsender Anteil des margenstarken Elektronik-Geschäfts rund um die Tochter Atlas Electronics treibt die operative Effizienz zusätzlich an.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?

Das Fundament für diesen Kurswechsel steht. Zum Ende des ersten Halbjahres lag der Auftragsbestand bei gewaltigen 20,6 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten auf knapp 1,17 Milliarden Euro.

Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich im gleichen Schritt auf 5,1 Prozent. Das operative Ergebnis erreichte 60 Millionen Euro. Der Auftragseingang normalisierte sich nach einem außergewöhnlich starken Vorjahr zwar auf 3,41 Milliarden Euro, übertrifft den Umsatz aber weiterhin um das Dreifache.

Für das laufende Geschäftsjahr hält der Vorstand an der angehobenen Prognose fest. Ein Umsatzplus von bis zu fünf Prozent und eine operative Marge von über sechs Prozent bleiben das Maß der Dinge.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?

Kurs sucht den Boden

An der Börse kommt die strategische Schärfung noch nicht an. Die TKMS-Aktie notiert aktuell bei 76,20 Euro und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von knapp elf Prozent. Damit rutschte der Wert unter die wichtige 50-Tage-Linie bei 81,37 Euro.

Vom Rekordhoch im Januar trennen das Papier mittlerweile fast 26 Prozent. Der Markt preist die reine Auftragsfantasie im Marineschiffbau aktuell aus und verlangt harte Beweise für die Ertragskraft.

Die mittelfristig angepeilte Zielmarge markiert nun die entscheidende Hürde für eine fundamentale Neubewertung. Setzt sich der Trend zu lukrativeren Elektronik-Aufträgen im zweiten Halbjahr fort, findet die Aktie auf dem aktuellen Bewertungsniveau eine handfeste operative Unterstützung.

TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 5. Juni liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TKMS

TKMS Jahresrendite