thyssenkrupp Marine Systems steht vor einer der bedeutendsten Entscheidungsphasen seiner kurzen Börsengeschichte. Mit einem Auftragsbestand von über 20 Milliarden Euro, angehobener Jahresprognose und gleich drei parallelen Großprojekten in der Endphase verdichtet sich das Bild eines Rüstungsunternehmens mit außergewöhnlicher Auftragsdynamik.
Solide Quartalszahlen, deutlich besserer Ausblick
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erzielte TKMS einen stabilen Umsatz von 545 Millionen Euro. Wichtiger als die Umsatzstabilität ist die Margenentwicklung: Die Bruttomarge stieg von 15,2 auf 17 Prozent, der freie Cashflow war mit plus 33 Millionen Euro positiv.
Auf dieser Basis hob das Management die Jahresprognose deutlich an. Statt der ursprünglich erwarteten Spanne von -1 bis +2 Prozent Umsatzwachstum rechnet TKMS nun mit +2 bis +5 Prozent für das laufende Geschäftsjahr. Ein klares Signal, dass das Unternehmen seinen Wachstumspfad als gesichert betrachtet.
Den größten Schub lieferte ein Folgeauftrag des norwegischen Parlaments für zwei weitere U-Boote der 212CD-Klasse – damit überschreitet der Auftragsbestand nun die Marke von 20 Milliarden Euro.
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Kanada: Die entscheidende Vergabe rückt näher
Strategisch noch gewichtiger ist das Canadian Patrol Submarine Project. Zwischen Mai und Juni 2026 entscheidet die kanadische Regierung über die Beschaffung von zwölf konventionellen U-Booten – mit einem Auftragsvolumen von bis zu 37 Milliarden Euro. TKMS bewirbt sich mit der 212CD-Klasse, die speziell für arktische Einsätze ausgelegt ist. Einziger verbliebener Konkurrent ist das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean.
Um die Entscheidung zu seinen Gunsten zu beeinflussen, baut TKMS konsequent auf lokale Wertschöpfung in Kanada. Anfang März unterzeichnete das Unternehmen ein Teaming Agreement mit CAE für Trainings- und Simulationslösungen. Bereits im Februar folgte eine Partnerschaft mit Magellan Aerospace für die lokale Produktion von Schwertorpedos – ein Faktor, der bei staatlichen Rüstungsvergaben häufig den Ausschlag gibt. Die Bundesregierung unterstützt das Angebot.
Parallel dazu ist TKMS in Indien der einzige verbliebene Bieter für sechs Diesel-Elektro-U-Boote mit einem Projektwert von rund 8 bis 9 Milliarden US-Dollar. Die Kostenverhandlungen sind abgeschlossen, die Vertragsunterzeichnung verschiebt sich jedoch ins neue indische Fiskaljahr. Im deutschen F-127-Fregatten-Programm besetzt TKMS ebenfalls die einzige Bieterposition.
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Kapazitäten folgen dem Auftragsvolumen
Um die wachsende Pipeline abarbeiten zu können, baut TKMS den Standort Wismar zu einer Hybrid-Werft aus, die U-Boote, Fregatten und Spezialschiffe fertigen kann. Die Teilproduktion soll noch bis Ende 2026 anlaufen.
Technologisch untermauerte das Unternehmen seinen Anspruch zuletzt mit der Übergabe des autonomen Unterwasserfahrzeugs „BlueWhale“ an die Deutsche Marine – ein 5,5-Tonnen-Fahrzeug, das bis auf 300 Meter taucht und bis zu drei Wochen autonom operieren kann.
Die Aktie notiert aktuell bei 90,25 Euro und damit rund zehn Prozent unterhalb des Anfang Jahr markierten 52-Wochen-Hochs von 100,60 Euro. Der RSI von 32,4 deutet auf eine überverkaufte Lage hin. Am 11. Mai legt TKMS die nächsten Quartalszahlen vor – bis dahin dürfte vor allem die Kanada-Entscheidung als zentraler Kurstreiber im Fokus stehen.
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