Während TotalEnergies an den französischen Zapfsäulen die Preise deckelt, greift der Konzern in den USA hart durch. Der Multi-Energie-Konzern beendet seine Offshore-Windprojekte vor der amerikanischen Küste und lenkt die frei werdenden Mittel stattdessen in lukrativere Gas- und LNG-Vorhaben. Diese pragmatische Neuausrichtung kommt an der Börse gut an.
Die konsequente Fokussierung auf profitablere Geschäftsbereiche spiegelt sich in der aktuellen Kursentwicklung wider. Mit einem heutigen Kursplus von 3,11 Prozent kletterte das Papier auf 79,81 Euro und notiert damit nur noch einen Wimpernschlag unter dem erst am Montag erreichten 52-Wochen-Hoch von 80,01 Euro.
US-Rückzug zugunsten von Flüssiggas
Aktuelle SEC-Einreichungen belegen eine deutliche Kehrtwende in der amerikanischen Expansionsstrategie. Das Unternehmen hat Vereinbarungen mit dem US-Innenministerium unterzeichnet, um sich aus dem Offshore-Windgeschäft in den Vereinigten Staaten zurückzuziehen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Rückbesinnung auf Projekte mit geringerem regulatorischem Risiko.
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Das nun verfügbare Kapital fließt verstärkt in Onshore-Kapazitäten sowie groß angelegte Flüssiggas-Projekte wie das „Rio Grande LNG“ mit einer Kapazität von 29 Millionen Tonnen. Parallel baut der Konzern seine Ambitionen bei Batteriespeichern aus, unter anderem durch eine neue Allianz mit Allianz Global Investors in Deutschland.
Spagat zwischen Heimatmarkt und Aktionären
Auf dem heimischen Markt wählt das Management einen völlig anderen Ansatz. Als Reaktion auf geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Weltmarktpreise verlängert der Konzern seine Preisdeckelung an rund 3.300 französischen Tankstellen bis zum 7. April 2026. Benzin kostet dort für Verbraucher maximal 1,99 Euro, Diesel 2,09 Euro pro Liter. Bestandskunden mit Strom- oder Gasverträgen erhalten sogar eine ganzjährige Garantie von 1,99 Euro für alle Kraftstoffarten.
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Trotz dieser kundenfreundlichen Maßnahmen, die Marktanteile sichern sollen, vernachlässigt das Unternehmen seine Aktionäre nicht. Regelmäßige Aktienrückkäufe in Tranchen von rund 95 Millionen Euro stützen die Notierung zusätzlich. Gleichzeitig belegt der neue Nachhaltigkeitsbericht, dass die methanbasierten Emissionen seit dem Jahr 2020 um 65 Prozent gesenkt wurden.
Die Kombination aus strikter Kapitalallokation und Portfolio-Anpassungen untermauert die aktuelle Bewertung der Papiere. Mit dem klaren Fokus auf margenstarke LNG-Projekte in den USA und der gleichzeitigen Stabilisierung des europäischen Endkundengeschäfts hat sich das Management für die anstehende Hauptversammlung eine solide Verhandlungsposition gegenüber institutionellen Investoren erarbeitet.
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