Traton Aktie: Absturz auf breiter Front!

Die VW-Nutzfahrzeugsparte Traton verzeichnet 2025 einen Absatzrückgang von 9 Prozent, angetrieben durch massive Einbrüche auf den Märkten in den USA und Brasilien.

TRATON Aktie
Kurz & knapp:
  • Fahrzeugabsatz fällt auf rund 305.500 Einheiten
  • US-Verkäufe brechen um 30 Prozent ein
  • MAN steigert Absatz in Europa um 6 Prozent
  • Elektrofahrzeug-Verkäufe verdoppeln sich nahezu

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton schlittert weiter durch schwieriges Fahrwasser. Im Gesamtjahr 2025 brach der Fahrzeugabsatz um 9 Prozent auf rund 305.500 Einheiten ein – im Vorjahr waren es noch 334.200 Fahrzeuge. Besonders bitter: Auch das Schlussquartal brachte keine Entspannung. Mit einem Minus von 9 Prozent auf 81.000 ausgelieferte Lkw und Busse fiel das vierte Quartal sogar noch schwächer aus als befürchtet.

Der Münchner Konzern hatte zuletzt ein Minus von bis zu 10 Prozent in Aussicht gestellt – diese düstere Prognose wurde nur knapp verfehlt. Kein Wunder also, dass Anleger nervös werden.

Trump-Zölle treffen hart

Verantwortlich für den Einbruch sind gleich mehrere Brandherde. Allen voran der US-Markt: Die Einfuhrzölle von Präsident Donald Trump haben die Nachfrage massiv einbrechen lassen. Bei der US-Tochter International Motors stürzten die Verkäufe um 30 Prozent auf 63.700 Fahrzeuge ab – allein im vierten Quartal ging es um 34 Prozent bergab auf 15.800 Einheiten.

Die Frachtmärkte schwächeln, die Lkw-Kunden bleiben extrem zögerlich. Hohe Unsicherheit bezüglich der Importzölle lähmt das Geschäft komplett.

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Brasilien im freien Fall

Doch nicht nur Nordamerika bereitet Kopfschmerzen. Auch in Brasilien kracht es gewaltig. Die schwedische Premiummarke Scania Vehicles & Services musste einen Absatzrückgang von 8 Prozent auf 94.100 Fahrzeuge hinnehmen. Der brasilianische Lkw-Markt leidet unter steigenden Zinsen und hoher Inflation – für Scania mit seinem Fokus auf schwere Lkw besonders schmerzhaft.

Volkswagen Truck & Bus verzeichnete in Südamerika ebenfalls einen deutlichen Dämpfer. Nach anfänglich solider Entwicklung schlug die nachlassende Dynamik in der zweiten Jahreshälfte voll durch.

Europa: Ein Lichtblick namens MAN

Kann ausgerechnet die krisengebeutelte Kernmarke MAN gegensteuern? Tatsächlich gelang MAN Truck & Bus das Kunststück, den Absatz um 6 Prozent auf 101.600 Fahrzeuge zu steigern. Im vierten Quartal sprang ein Plus von 12 Prozent auf 30.000 Einheiten heraus.

Die Positionierung als Full-Liner in Europa zahlt sich aus. Während der europäische Lkw-Markt insgesamt schwächelt, konnte MAN die Verkäufe leicht erhöhen. Besonders stark entwickelten sich Busse und Vans – ein willkommener Ausgleich zum zähen Kerngeschäft.

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E-Offensive nimmt Fahrt auf

Einen bemerkenswerten Sprung machte Traton bei vollelektrischen Fahrzeugen. Der Absatz schoss um 86 Prozent auf 3.230 E-Lkw und E-Busse hoch – nach nur 1.740 Einheiten im Vorjahr. MAN lieferte in den letzten Monaten des Jahres mehrere Elektro-Lastwagen an Kunden aus Logistik, Entsorgung und Automobiltransport aus.

Doch die absolute Zahl bleibt verschwindend gering im Vergleich zum Gesamtabsatz von über 300.000 Fahrzeugen. Die E-Mobilität ist bei Nutzfahrzeugen noch weit von der Massentauglichkeit entfernt.

Marktumfeld bleibt angespannt

Die Erholung lässt weiter auf sich warten. Europa kämpft mit Konjunkturschwäche, die USA mit Zollchaos, Brasilien mit makroökonomischen Problemen. Traton steckt in einem perfekten Sturm – und ein Ende der Flaute ist nicht absehbar.

Der detaillierte Geschäftsbericht folgt am 4. März 2026. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben.

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