Die Traton-Aktie geriet am Dienstagmorgen unter Druck und gab vorbörslich um 2,2 Prozent auf 30,72 Euro nach. Auslöser war eine Abstufung durch Morgan Stanley, die den Titel von „Equalweight“ auf „Underweight“ herunterstufte und das Kursziel auf 32 Euro festlegte.
Die US-Investmentbank rechnet für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 mit deutlich schwächeren Ergebnissen als bisher angenommen. Ihre neue Bewertung basiert auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,5 für das Geschäftsjahr 2027 bei einem geschätzten Gewinn je Aktie von 5,73 Euro.
Dreifacher Gegenwind aus drei Kontinenten
Was belastet die Perspektiven des VW-Nutzfahrzeugkonzerns so massiv? Morgan Stanley nennt drei konkrete Faktoren: Die Lkw-Nachfrage in Nordamerika schwächelt spürbar, US-Zölle bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit der Marke International, und der Hochlauf des chinesischen Werks bei der Tochter Scania verschlingt erhebliche Mittel.
Analyst Shaqeal Kirunda räumt zwar ein, dass Traton grundsätzlich gut aufgestellt sei, um von einer Erholung der europäischen Lkw-Nachfrage zu profitieren. Doch dieser positive Impuls dürfte frühestens 2027 sichtbar werden – wenn überhaupt. Bis dahin könnten auch höhere Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben in Europa dem Konzern zugutekommen. Doch das ist Zukunftsmusik.
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Daimler Truck als klarer Favorit
Während Morgan Stanley bei Traton auf die Bremse tritt, setzt die Bank umso stärker auf Daimler Truck. Die Stuttgarter erhielten nicht nur eine Bestätigung der „Buy“-Empfehlung, sondern wurden auch zum „Top Pick“ innerhalb der europäischen Lkw-Branche gekürt. Das Kursziel wurde leicht von 46 auf 47 Euro angehoben.
Die Begründung: Daimler Truck ist Marktführer in Nordamerika und damit in der Pole-Position, um von einer Markterholung zu profitieren. Während Traton also noch auf bessere Zeiten warten muss, sieht Morgan Stanley bei der Konkurrenz die besseren Karten.
Für Traton-Anleger bedeutet das: Geduld ist gefragt. Die nächsten beiden Jahre dürften holprig werden.
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