Der KI-Boom treibt TSMCs Zahlen nach oben — und ein Analyst zieht die Konsequenzen. Die Erste Group Bank hat ihre Gewinnschätzung für den weltgrößten Chipauftragsfertiger deutlich erhöht, gestützt auf eine Investitionswelle der größten Technologiekonzerne der Welt.
Prognose über Marktkonsens
Erste-Group-Analyst H. Engel hob am 30. April 2026 den Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 auf 15,64 Dollar an — gegenüber der bisherigen Schätzung von 14,39 Dollar. Für 2027 erwartet die Bank nun 19,53 Dollar je Aktie. Damit liegt Erste Group klar über dem aktuellen Marktkonsens von 15,10 Dollar für 2026. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten beläuft sich auf 404,29 Dollar, bei einem aktuellen Kurs von rund 388 Dollar.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 164 Prozent zugelegt — ein Anstieg, der die strukturelle Neubewertung des Unternehmens widerspiegelt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 42 Prozent zu Buche.
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Hyperscaler befeuern die Nachfrage
Der Kern der revidierten Prognose liegt in den Investitionsplänen der großen US-Technologiekonzerne. Alphabet plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 180 und 190 Milliarden Dollar, Amazon rechnet mit rund 200 Milliarden Dollar. Meta erhöhte seine Capex-Prognose auf 125 bis 145 Milliarden Dollar.
In der Summe dürften die fünf größten Technologiekonzerne mehr als 650 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Rechenzentren und KI-Beschleuniger brauchen Chips auf dem neuesten Fertigungsstand — und genau dort ist TSMC ohne ernsthafte Konkurrenz.
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Institutionelle Investoren stocken auf
Das Interesse institutioneller Anleger bleibt hoch. Jennison Associates LLC erhöhte seine TSMC-Position im vierten Quartal um 6,4 Prozent auf rund 13,4 Millionen Aktien. Parallel dazu trennte sich TSMC von seinem verbleibenden Anteil an Arm Holdings — rund 1,1 Millionen Aktien für etwa 231 Millionen Dollar, verkauft Ende April.
Das breitere Halbleiterumfeld stützt den Ausblick zusätzlich: UMC meldete für das erste Quartal 2026 ein Umsatzplus von 5,5 Prozent im Jahresvergleich, Intel verzeichnete ein Wachstum von 7 Prozent — getrieben vom stärksten Server-CPU-Hochlauf seit fünf Jahren.
Die Quartalsdividende bleibt bei 0,9503 Dollar je Aktie. Auf Jahresbasis entspricht das einer Rendite von rund einem Prozent — bescheiden, aber für ein Wachstumsunternehmen dieser Kategorie wenig überraschend. Entscheidender für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die Hyperscaler ihre ambitionierten Investitionspläne tatsächlich umsetzen — und ob TSMCs Kapazitäten mit der Nachfrage Schritt halten können.
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