Zwei Kreuzfahrtschiffe mit 5.000 Passagieren sitzen im Nahen Osten fest. Die Eskalation des Militärkonflikts zwingt TUI zur Absage von sechs Kreuzfahrten und treibt die Aktie auf ein Monatstief. Analysten rechnen mit 25 Millionen Euro weniger Gewinn – wenn sich die Lage rasch entspannt.
Blockade in Abu Dhabi und Doha
Die „Mein Schiff 4″ und „Mein Schiff 5″ können die Häfen von Abu Dhabi und Doha nicht verlassen. TUI hat alle Abfahrten der „Mein Schiff 4″ bis 9. März gestrichen, ebenso die Tour der „Mein Schiff 5″ ab 5. März. Betroffen sind insgesamt sechs Fahrten zwischen dem 28. Februar und 9. März.
Der Konzern koordiniert mit Airlines die Rückreise der gestrandeten Gäste. Seit dem 1. März rät das britische Außenministerium von allen nicht zwingend notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar und Bahrain ab. TUI Airways strich zudem vier Flüge nach Zypern.
Branchenweit sind rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter von der Situation betroffen. Der Deutsche Reiseverband bezeichnet die Sicherheitslage als „äußerst volatil“.
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25 Millionen Euro Gewinnausfall
MWB Research beziffert den unmittelbaren Schaden auf etwa 50 Millionen Euro entgangenen Umsatz und rund 25 Millionen Euro weniger EBIT – unter der Annahme, dass sich die Lage im April normalisiert.
Das eigentliche Risiko läge in einer Ausweitung des Konflikts: Ein Nachfrageeinbruch bei Türkei-Reisen (20 Prozent des Sommervolumens) oder Ägypten (5 Prozent) würde die Bilanz deutlich stärker belasten. Teils könnte die Nachfrage auf Spanien oder andere als sicherer empfundene Ziele ausweichen.
Die Wachstumsziele für 2026 – ein Umsatzplus von 2 bis 4 Prozent sowie ein EBIT-Anstieg um 7 bis 10 Prozent – hat TUI bislang bestätigt. MWB Research sieht diese Prognose aktuell nicht gefährdet.
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Insider kaufen nach Kursrutsch
Die Aktie fiel am Montag zeitweise auf 7,30 Euro – ein Minus von über 20 Prozent binnen eines Monats. CEO Sebastian Ebel und Finanzvorstand Mathias Kiep nutzen die Kursschwäche für eigene Zukäufe.
Die operative Ausgangslage vor der Krise war solide: Im Kreuzfahrtbereich lag die Auslastung bei 99 Prozent, die verfügbaren Passagiertage stiegen um 18 Prozent auf 11,4 Millionen, die Tagesrate erhöhte sich um 2 Prozent auf 235 Euro.
Entscheidung im Mai
Am 13. Mai legt TUI den Halbjahresbericht vor. Die Buchungsdaten für den Sommer 2026 werden zeigen, ob die Skepsis berechtigt ist oder die Nachfrage stabil bleibt. Entscheidend ist, ob der Konflikt regional begrenzt bleibt oder zentrale Sommerdestinationen erfasst.
Im Sommer 2026 nimmt TUI mit der „Mein Schiff Flow“ das nächste Kreuzfahrtschiff in Betrieb – ein Kapazitätsausbau, der bei anhaltender Nachfrage mittelfristig Wachstum bringen soll. Bis zur Klärung der geopolitischen Lage dürfte die Volatilität der Aktie hoch bleiben.
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