Operativ läuft es bei TUI so gut wie lange nicht. Der Reisekonzern verbucht ein starkes erstes Geschäftshalbjahr. An der Börse kommt davon wenig an. Die Aktie verlor seit Januar massiv an Wert und notiert aktuell bei 6,40 Euro. Damit pendelt das Papier gefährlich nah am Jahrestief.
Operative Stärke überwindet externe Schocks
Externe Schocks bremsten das Geschäftszahlen nur leicht. Der Iran-Konflikt und ein Hurrikan auf Jamaika kosteten TUI insgesamt 45 Millionen Euro. Trotzdem verbesserte sich das bereinigte operative Ergebnis im zweiten Quartal auf minus 188,3 Millionen Euro.
Für das gesamte Halbjahr steht ein Rekordwert von minus 111,3 Millionen Euro in den Büchern. Das zeigt die Widerstandsfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells in der traditionell schwachen Winterhälfte.
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Regionale Verschiebung der Buchungsströme
Die Nachfrage bleibt grundsätzlich hoch. Im ersten Halbjahr zählte der Konzern 12,8 Millionen Gäste. Allerdings verändern sich die Reiseziele. Wegen der Spannungen im Nahen Osten weichen Urlauber massiv auf Spanien und Griechenland aus.
Für den Sommer liegen bisher knapp acht Millionen Buchungen vor. Kernmärkte schwächeln dabei etwas. Großbritannien liegt zehn Prozent unter dem Vorjahr, Deutschland drei Prozent. Die Folge: TUI setzt nun voll auf Kurzentschlossene. Fast die Hälfte der potenziellen Kunden hatte Anfang Mai noch keinen Urlaub gebucht.
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Flottenausbau und technologische Innovation
Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt das Kreuzfahrtgeschäft. Hier steht der nächste Ausbau an. Die neue „Mein Schiff Flow“ soll Ende Juni erste Fahrten im Mittelmeer absolvieren. Der reguläre Betrieb startet voraussichtlich am 9. Juli. Der Neubau fährt umweltschonend mit Flüssigerdgas.
Parallel investiert TUI in den Vertrieb. Seit Mai nutzt der Konzern eine direkte Schnittstelle zu ChatGPT. Kunden suchen Hotels und Erlebnisse nun einfach über das KI-Sprachmodell. Das eröffnet völlig neue Vertriebswege.
Ausblick und Marktpositionierung
Für das Gesamtjahr bleibt der Vorstand optimistisch. TUI peilt ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro an. Die Umsatzprognose hatte das Management bereits im April gestrichen. Die Nettoverschuldung liegt stabil bei gut drei Milliarden Euro. Erreicht TUI das Gewinnziel, dürfte das dem angeschlagenen Aktienkurs im zweiten Halbjahr neuen Halt geben.
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