Starke Belastungen, aber bessere Zahlen. Der Reisekonzern TUI hat im ersten Geschäftshalbjahr 2025/26 mehrere Krisen abgefedert. Trotz des Iran-Konflikts und extremer Wetterereignisse schrumpfte der saisonal übliche operative Verlust. Das Management setzt den Entschuldungskurs fort.
Im zweiten Quartal begrenzte TUI den bereinigten operativen Fehlbetrag auf 188 Millionen Euro. Auf das gesamte Halbjahr gerechnet steht ein Minus von 111 Millionen Euro in den Büchern. Das operative Geschäft lief spürbar besser als im Vorjahr. Die Entwicklung fällt auf. Der Konzern musste massive Sondereffekte verkraften. Allein der Iran-Krieg kostete im März rund 40 Millionen Euro durch Rückholaktionen.
Hinzu kamen Schäden in Millionenhöhe durch den Hurrikan „Melissa“ in Jamaika. Ohne diese Kriseneffekte wäre das operative Ergebnis laut JPMorgan organisch deutlich gestiegen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Bilanz. Die Nettoverschuldung sank bis Ende März auf 3,0 Milliarden Euro. Ein stabiler Cashflow und interne Effizienzgewinne halfen dabei.
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Die Umsätze blieben mit gut achteinhalb Milliarden Euro weitgehend stabil. Geopolitische Spannungen dämpften die Nachfrage in der Türkei und Ägypten zeitweise. Insgesamt verreisten in den ersten sechs Monaten knapp 13 Millionen Gäste mit TUI. Das ist ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Neue Trends für den Sommer
Für die kommende Hauptsaison zeichnen sich klare Verschiebungen ab. Knapp die Hälfte der potenziellen Sommerurlauber hat noch nicht gebucht. Die Folge: Das Geschäft verlagert sich stark auf Last-Minute-Entscheidungen.
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Parallel dazu meiden viele Kunden das östliche Mittelmeer. Die Nachfrage wandert spürbar nach Spanien und Griechenland. TUI-Chef Sebastian Ebel will die Margen nun aktiv stützen. Dabei soll Künstliche Intelligenz bei der Preisgestaltung helfen.
Ausblick und Marktreaktion
Für das Gesamtjahr 2025/26 hält der Vorstand an der Gewinnprognose fest. Das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro liegen. Die Umsatzprognose bleibt wegen der Lage im Nahen Osten vorerst ausgesetzt. Am Aktienmarkt sorgten die Zahlen am Mittwoch für leichte Gewinne.
Die TUI-Aktie notiert aktuell bei 6,47 Euro und legte moderat zu. Ein echter Trendwechsel ist das noch nicht. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent an Wert verloren. Der Kurs pendelt deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Um diesen Abwärtstrend zu brechen, muss das anlaufende Last-Minute-Sommergeschäft die geopolitische Zurückhaltung der Kunden übertreffen.
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