Fast 30 Prozent im Minus seit Jahresbeginn — die TUI-Aktie kämpft mit mehreren Belastungen gleichzeitig. Hinter dem Kursverlust steckt mehr als schlechte Stimmung.
Prognosesenkung als Wendepunkt
TUI hat seinen Jahresausblick deutlich zurückgenommen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte TUI einen Anstieg um sieben bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,413 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose setzte das Unternehmen vorerst ganz aus.
Der Grund: der anhaltende Iran-Krieg. Besonders betroffen sind Reiseziele wie die Türkei, Zypern und Ägypten. Allein im März kostete der Konflikt TUI rund 40 Millionen Euro — durch Rückholaktionen und betriebliche Störungen. Insgesamt holte der Konzern rund 10.000 Gäste zurück, darunter etwa 5.000 von den Kreuzfahrtschiffen Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5.
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Buchungen schwächeln, Nachfrage verschiebt sich
Die gebuchten Umsätze für den Sommer 2026 liegen sieben Prozent unter dem Vorjahr. Kunden buchen später und vorsichtiger. Die Nachfrage verlagert sich vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum — ein struktureller Effekt, der sich nicht schnell umkehren lässt.
Einen Puffer bietet das Hedging. TUI hat rund 83 Prozent des Kerosinbedarfs für den Sommer abgesichert. Im Kreuzfahrtgeschäft sind über 80 Prozent der Energiekosten für das Gesamtjahr gedeckt. Das dämpft den Kostendruck, löst das Nachfrageproblem aber nicht.
Analysten bleiben konstruktiv
Die Kursziele sind gefallen, die Kaufempfehlungen blieben. Barclays senkte das Ziel von 10,50 auf 9 Euro, behielt aber die Einstufung „Overweight“. Analyst Andrew Lobbenberg lobte die Q2-Eckdaten als besser als erwartet. JPMorgan und die Deutsche Bank kappten ihre Ziele auf 12,50 beziehungsweise 10,50 Euro — ebenfalls mit kaufäquivalenten Einstufungen. Der Konsens liegt nun bei 9,83 Euro.
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Das ist mehr als 55 Prozent über dem aktuellen Kurs von 6,30 Euro. Kein Wunder, dass die Lücke zwischen Analystenoptimismus und Kursentwicklung auffällt.
Charttechnik zeigt wenig Spielraum
Der RSI liegt bei 23 — technisch überverkauft. Der Kurs notiert rund 21 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Ein Rebreak über die Zone bei 6,18 bis 6,22 Euro wäre ein erstes Signal der Stabilisierung. Gelingt das nicht, rücken die Tiefs aus 2024 und 2025 bei rund 5,36 und 5,05 Euro in den Blick.
Am 13. Mai 2026 legt TUI die Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten erwarten ein bereinigtes EBIT zwischen 5 und 25 Millionen Euro — eine breite Spanne, die zeigt, wie unklar die Lage bleibt. Entscheidend wird sein, was das Management zur Buchungslage für die Hochsaison sagt.
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