Der US-Fleischriese Tyson Foods hat am Montag seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vorgelegt – und die fielen besser aus als erwartet. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 0,97 Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 0,93 Dollar. Beim Umsatz stand ein Plus von 5,1 Prozent auf 14,31 Milliarden Dollar zu Buche, auch hier lagen die Erwartungen bei lediglich 14,09 Milliarden Dollar.
Doch der Blick hinter die Kulissen offenbart ein gespaltenes Bild. Während das Hühnergeschäft brummt, kämpft die Rindersparte mit massiven Verlusten. Die Verkaufsmengen bei Rindfleisch brachen um 7,3 Prozent ein, gleichzeitig schossen die Preise um 17,2 Prozent in die Höhe. Der Grund: Die US-Rinderherde ist auf den kleinsten Stand seit 75 Jahren geschrumpft. Laut dem Landwirtschaftsministerium hat sich die Situation zum 1. Januar weiter verschärft – eine anhaltende Dürre zwang Viehzüchter, ihre Herden drastisch zu verkleinern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tyson Foods?
Hühner boomen, Rinder verschwinden
Das Hähnchensegment hingegen legte beim Umsatz um 3,7 Prozent zu. Kein Wunder: Konsumenten weichen angesichts explodierender Rindfleischpreise verstärkt auf günstigeres Geflügel aus. Tyson reagiert auf die veränderte Marktlage und hat im Januar mit Massenentlassungen in seinem Rindfleischwerk in Lexington, Nebraska begonnen. Das Werk, in dem einst rund 3.200 Menschen arbeiteten, wird komplett geschlossen. Auch in Amarillo, Texas fährt der Konzern die Produktion zurück.
Für das laufende Geschäftsjahr bleibt das Management aus Springdale, Arkansas optimistisch. Die Umsatzprognose liegt unverändert bei einem Wachstum von 2 bis 4 Prozent gegenüber den 54,44 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr – das bedeutet einen erwarteten Erlös zwischen 55,53 und 56,62 Milliarden Dollar. Besonders bemerkenswert: Tyson hat die Gewinnerwartung für das Hühnergeschäft kräftig nach oben geschraubt. Statt der bisherigen 1,25 bis 1,5 Milliarden Dollar soll das Segment nun ein operatives Ergebnis von 1,65 bis 1,9 Milliarden Dollar einfahren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tyson Foods?
Anleger greifen zu
Die Aktie reagierte postwendend: Im vorbörslichen Handel am Montag sprang der Kurs um 2,56 Prozent auf 67,01 Dollar. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort – in den letzten drei Monaten legte der Titel um über 26 Prozent zu, auf Jahressicht steht ein Plus von rund 13 Prozent.
Trotz des erfreulichen Quartals bleibt ein Wermutstropfen: Der Nettogewinn sackte von 359 Millionen Dollar im Vorjahr auf nur noch 85 Millionen Dollar ab. Je Aktie bedeutet das einen Rückgang von 1,01 auf 0,24 Dollar. Das bereinigte Ergebnis von 0,97 Dollar je Anteilsschein zeigt, welchen Belastungen das Geschäft derzeit ausgesetzt ist. Die Strategie ist klar: Weg vom defizitären Rindfleisch, hin zum profitablen Geflügel. Ob das reicht, um dauerhaft die Margen zu stabilisieren, wird sich zeigen müssen.
Tyson Foods-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tyson Foods-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Tyson Foods-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tyson Foods-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tyson Foods: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


