Uber Aktie: Gewinneinbruch schockt Anleger

Ubers Quartalsgewinn verfehlt die Erwartungen deutlich, die Strategie mit günstigen Fahrten drückt die Margen. Auch der Ausblick für 2026 fällt schwächer aus.

Uber Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie deutlich unter Analystenschätzungen
  • Strategie mit Niedrigpreis-Angeboten belastet Margen
  • Prognose für Q1 2026 enttäuscht ebenfalls
  • Finanzchef tritt überraschend von seinem Amt zurück

Die Uber-Aktie gerät heute kräftig unter Druck. Im vorbörslichen Handel an der NYSE sackt der Titel um 8,82 Prozent auf 71 Dollar ab. Der Grund: Das Unternehmen hat gestern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die enttäuschen auf ganzer Linie.

Der Gewinn je Aktie lag bei 0,71 Dollar und damit deutlich unter den Analystenschätzungen von 0,785 Dollar. Besonders bitter: Im Vorjahresquartal hatte Uber noch 3,21 Dollar je Aktie verdient, allerdings hatten damals Sondereffekte die Bilanz geschönt. Der Umsatz kletterte zwar um 20,1 Prozent auf 14,37 Milliarden Dollar, doch das reicht den Investoren nicht.

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Billige Fahrten drücken die Margen

Die Crux liegt in Ubers Strategie: Um mehr Fahrgäste anzulocken, setzt das Unternehmen verstärkt auf günstigere Angebote wie Mitfahrgelegenheiten und andere Niedrigpreis-Produkte. Die Rechnung geht auf – die Anzahl der Fahrten stieg im vierten Quartal um 22 Prozent. Doch die Kehrseite zeigt sich in den Margen, die deutlich unter Druck geraten.

CEO Dara Khosrowshahi hatte bereits im November 2025 angekündigt, das Tempo des Margenwachstums bewusst zu drosseln. Die Investitionen in Erschwinglichkeit sollten das Mobilitätswachstum beschleunigen – auf Kosten kurzfristiger Gewinne. Für das laufende Jahr verspricht Khosrowshahi allerdings Besserung durch verbesserte Preisbedingungen und niedrigere Versicherungskosten.

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Ausblick enttäuscht ebenfalls

Auch die Prognose für das erste Quartal 2026 fällt mager aus. Uber erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,65 und 0,72 Dollar – Analysten hatten mit 0,76 Dollar gerechnet. Die Bruttobuchungen sollen zwar zwischen 52,0 und 53,5 Milliarden Dollar liegen und damit über den Erwartungen von 51,16 Milliarden Dollar, doch das beruhigt die Märkte nicht.

Hinzu kommt ein Führungswechsel: Finanzchef Prashanth Mahendra-Rajah, der erst seit November 2023 im Amt ist, tritt zurück. Sein Nachfolger wird Balaji Krishnamurthy, ein ehemaliger Goldman-Sachs-Manager, der bereits seit 2019 bei Uber tätig ist. Eine Änderung in der Bilanzierung des UK-Geschäfts wird zudem die ausgewiesene Mobilitätsmarge im ersten Quartal und für das gesamte Jahr 2026 um etwa 350 Basispunkte drücken.

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Über Dieter Jaworski 1389 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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