Der Tuna-Bond-Schatten ist weg. Pünktlich vor der morgigen Generalversammlung hat ein Schweizer Gericht entschieden, dass UBS für strafrechtliche Altlasten der übernommenen Credit Suisse nicht haftbar gemacht werden kann — ein Urteil mit Signalwirkung.
Das Bundesstrafgericht in Bellinzona stellte am 8. April fest, dass eine Übertragung strafrechtlicher Verantwortung auf einen Rechtsnachfolger gegen das Schuldprinzip der Schweizer Verfassung und die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt. Damit fällt eine der größten juristischen Altlasten aus dem Mosambik-„Tuna-Bond“-Skandal weg. Vollständig bereinigt ist die Affäre allerdings nicht: In London laufen weiterhin Zivilklagen, mit denen Mosambik Entschädigungen direkt von UBS als Rechtsnachfolgerin fordert.
Generalversammlung mit Umbau und Kapitalrückgabe
Morgen, 15. April, versammeln sich die Aktionäre in der St. Jakobshalle in Basel. Auf der Tagesordnung stehen ein Führungswechsel, eine Dividendenerhöhung und die Vernichtung zurückgekaufter Aktien.
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Lukas Gähwiler, Vizepräsident des Verwaltungsrats und letzter Präsident der Credit Suisse AG, scheidet nach 45 Jahren aus. Als neue Mitglieder vorgeschlagen sind AgustÃn Carstens, ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple.
Der Verwaltungsrat schlägt außerdem eine Bardividende von 1,10 US-Dollar je Aktie vor — ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gestützt auf einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar. Zahltag wäre der 23. April. Parallel sollen rund 63,8 Millionen zurückgekaufte Aktien vernichtet und das Aktienkapital entsprechend herabgesetzt werden.
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Regulierung bleibt das offene Kapitel
Das zentrale Risiko liegt anderswo. Der Schweizer Bundesrat arbeitet an schärferen „Too Big To Fail“-Regeln, die UBS verpflichten würden, Kapital für ausländische Tochtergesellschaften von bisher 60 auf 100 Prozent aufzustocken — ein Aufschlag von rund 22 Milliarden US-Dollar. Die entsprechenden Verordnungen werden erst Mitte bis Ende April erwartet. Beruhigend: Eine Parlamentariergruppe soll der Bank signalisiert haben, auf einen Kompromiss mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement hinzuwirken.
Trotz dieser Unsicherheit hält UBS an ihren Zielen fest: eine Kernkapitalrendite von rund 15 Prozent und ein Kosten-Ertrags-Verhältnis unter 70 Prozent — beides bis Ende 2026. Am 29. April legen die Schweizer ihre Quartalszahlen für Q1 2026 vor. Dann zeigt sich, wie belastbar diese Ziele unter realem Marktdruck tatsächlich sind.
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