Die UBS hat Schritte eingeleitet, um einen jahrzehntealten Rechtsstreit endgültig abzuschließen. Das Institut wandte sich an ein Gericht, um den 1999 geschlossenen Holocaust-Entschädigungsvergleich auf alle potenziellen künftigen Forderungen auszuweiten — ein direktes Erbe der Credit-Suisse-Übernahme.
Belastete Konten aus der NS-Ära
Ausgangspunkt ist eine Untersuchung aus dem Jahr 2020, die im Rahmen der Credit-Suisse-Integration durchgeführt wurde. Dabei identifizierten die Prüfer 890 Konten mit potenziellen Verbindungen zum NS-Regime — geführt während des Zweiten Weltkriegs, teils auf Namen des deutschen Außenministeriums, der SS und eines Waffenherstellers.
Mit der Übernahme der Credit Suisse trat die UBS auch die rechtliche Nachfolge für diese historischen Verbindlichkeiten an. Nun soll der ursprüngliche Vergleich über 1,25 Milliarden US-Dollar, aus dem bereits mehr als 458.000 Opfer und Angehörige Zahlungen erhielten, gerichtlich als abschließend anerkannt werden.
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Juristische Absicherung in unruhigem Marktumfeld
Vertreter des Simon Wiesenthal Centers signalisierten, dass derzeit keine neuen Klagen gegen die UBS zu erwarten seien. Das Ziel der Bank ist klar: die Rechtsrisiken aus dieser Ära dauerhaft aus der Bilanz zu tilgen.
Das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Bankensektor unter erheblichem Druck steht. Geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt, ein Ölpreis über 100 Dollar je Barrel und Sorgen um private Kreditmärkte belasteten zuletzt US-Banken wie Citigroup und Goldman Sachs. Die UBS-Aktie notiert mit rund 32,67 Euro bereits knapp 19 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau — die Bereinigung historischer Rechtsrisiken ist vor diesem Hintergrund ein Schritt zur Stabilisierung der eigenen Position.
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