Die UBS schwimmt auf einer Erfolgswelle. Während die Konkurrenz mit regulatorischem Druck kämpft, sieht das Analysehaus Jefferies massives Potenzial für die Schweizer Großbank. Analyst Joseph Dickerson schraubt das Kursziel kräftig nach oben.

Rückenwind aus den USA

Jefferies setzt das Kursziel nun bei 60 Franken an. Das Fundament für diesen Optimismus lieferte zuletzt die US-Notenbank Federal Reserve. Deren Stresstests bescheinigen dem Sektor eine deutlich verbesserte Kapitalausstattung. Davon profitiert die UBS unmittelbar.

Die Erwartungen für das zweite Quartal liegen hoch. Dickerson schätzt das Ergebnis rund 18 Prozent über dem Marktdurchschnitt ein. Parallel dazu warnt er vor steigenden Kapitalkosten bei Auslandstöchtern. Auch strengere Regeln könnten den Spielraum künftig einschränken.

Blockchain für Institutionelle

Indes treibt die Bank ihre Digitalisierung voran. Gemeinsam mit Nethermind erprobt das Institut derzeit eine spezielle Ethereum-Infrastruktur. Das Ziel: Ein Knotenpunkt, der institutionelle Regeln direkt integriert.

Bereits 2024 startete die UBS einen tokenisierten Geldmarktfonds. Nun sollen öffentliche Blockchains für regulierte Finanzgeschäfte nutzbar werden. Das Management will so die technologische Vorreiterrolle im Sektor festigen.

Aktie nah am Rekordhoch

Der Markt honoriert diesen Kurs. Mit 44,16 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein sattes Plus von 56,43 Prozent zu Buche.

Die Dynamik bleibt hoch. Bestätigen die kommenden Quartalszahlen den Optimismus der Analysten, rückt die Marke von 50 Euro in greifbare Nähe. Der Relative-Stärke-Index von 64,2 signalisiert derzeit eine stabile Verfassung.