UBS greift tiefer in die Tasche als ursprünglich geplant. Die Schweizer Großbank hat ihr Angebot zum Rückkauf ausstehender Anleihen von 2 auf 4 Milliarden Dollar verdoppelt — eine deutliche Aufstockung nur eine Woche nach der ersten Ankündigung.
Sechs Anleiheserien im Visier
Das Rückkaufprogramm richtet sich an sechs Anleiheserien mit Laufzeiten zwischen 2029 und 2033, verteilt über Dollar, Euro und britisches Pfund. Im Fokus stehen besonders hochverzinsliche Papiere: Die 9,016-Prozent-Anleihe mit Fälligkeit 2033 hat noch ein Volumen von 834,2 Millionen Dollar ausstehend, eine weitere mit 6,537 Prozent Zins bringt es auf 758,7 Millionen Dollar. Hinzu kommen Euro-Anleihen im Volumen von 2,05 Milliarden sowie Pfund-Papiere über 450 Millionen.
UBS hat eine Prioritätenliste festgelegt: Sollte das Kaufvolumen nicht für alle Angebote reichen, werden zunächst die höchstverzinslichen 2033-Anleihen bedient. Das ergibt ökonomisch Sinn — je teurer die Verzinsung für die Bank, desto größer der Vorteil eines vorzeitigen Rückkaufs. Wird eine Serie akzeptiert, kauft UBS sämtliche angedienten Papiere dieser Serie vollständig auf, ohne Kürzung.
Das Angebot war ursprünglich am 2. September 2026 gestartet und läuft nun am morgigen Donnerstag um 17:00 Uhr Eastern Time aus. Anleiheinhaber können ihre Papiere bis zu diesem Zeitpunkt zurückziehen. Als Dealer Manager fungiert die eigene Investmentbank-Sparte, D.F. King & Co. übernimmt die Rolle als Informations- und Tender-Agent für die Dollar-Angebote.
Warum die Aufstockung jetzt kommt
Eine Verdopplung des Zielvolumens binnen weniger Tage signalisiert, dass die Nachfrage der Anleiheinhaber offenbar über den ursprünglichen Erwartungen lag. Für UBS bedeutet der Rückkauf teurer verzinster Schuldtitel eine Entlastung der künftigen Zinslast — ein Instrument, das Banken regelmäßig zur Optimierung ihrer Bilanzstruktur nutzen, besonders wenn sich die Refinanzierungsbedingungen am Markt verändert haben.
Mit Ablauf der Frist am Donnerstag wird sich zeigen, wie viele der sechs Anleiheserien tatsächlich vollständig bedient werden können und wie stark sich das Volumen auf die höherverzinsten 2033-Papiere konzentriert.
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