Mit der Abwicklung eines US-Rückkaufangebots über gerade einmal 2,8 Millionen Dollar räumte UBS kürzlich eine weitere Credit-Suisse-Altlast geräuschlos ab. Die eigentliche Bewährungsprobe für die Schweizer Großbank steht allerdings noch aus. In den kommenden Wochen prallen Milliardenforderungen der Regulierer auf den nächsten Meilenstein der laufenden Bankenintegration.
Altlasten abgewickelt, Dividende im Blick
Hinter dem abgeschlossenen Rückkaufangebot verbarg sich eine Compliance-Lücke der übernommenen Credit Suisse. Nahestehende Unternehmen hatten Wertpapiere ohne nötige US-Registrierung veräußert. Das äußerst geringe eingereichte Volumen belegt, dass dieses rechtliche Risiko minimal ausfiel.
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Den Blick nach vorn richtet das Management nun auf die anstehende Generalversammlung am 15. April in Basel. Neben einem Vorschlag zur Kapitalherabsetzung durch den Einzug zurückgekaufter Papiere stehen folgende personelle und finanzielle Weichenstellungen auf der Agenda:
* Dividende: Ausschüttung von 1,10 US-Dollar brutto je Aktie für das Geschäftsjahr 2025.
* AgustÃn Carstens: Wahl des ehemaligen BIZ-Generaldirektors in den Verwaltungsrat zur Stärkung der Regulierungsexpertise.
* Luca Maestri: Nominierung des langjährigen Apple-CFOs für zusätzliche Finanzkompetenz im Gremium.
Das Ringen um die Kapitaldecke
Deutlich mehr Gewicht für die künftige Profitabilität hat die ausstehende Entscheidung der Schweizer Regierung zu den neuen Kapitalanforderungen. Der ursprüngliche Entwurf sah zusätzliche Puffer von bis zu 26 Milliarden Dollar vor. Die UBS-Führung lehnt diese Summe strikt ab und verweist auf strukturelle Wettbewerbsnachteile gegenüber der US-Konkurrenz.
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Aktuell deuten Signale aus Bern auf eine mögliche Abmilderung hin. Ein politischer Kompromiss im Bereich von 22 bis 23 Milliarden Dollar würde das Verwässerungsrisiko für Aktionäre spürbar senken. Gleichzeitig bliebe der Bank der nötige finanzielle Spielraum, um die Renditen für Investoren aufrechtzuerhalten.
Zahlenwerk als nächster Katalysator
Den finalen Schlusspunkt des Monats markieren die Quartalszahlen am 29. April. Die Messlatte liegt nach dem starken Vorjahr mit einem Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar hoch. Nachdem bereits 85 Prozent der Schweizer Konten erfolgreich migriert wurden, rückt das erhöhte Synergieziel von 13,5 Milliarden Dollar in den Mittelpunkt. Die Kombination aus den anstehenden Berner Regulierungsvorgaben und der ausgewiesenen Profitabilität im ersten Quartal definiert die konkreten Kursziele der Großbank für den weiteren Jahresverlauf.
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