Die Integration der Credit Suisse zieht weiterhin juristische Konsequenzen nach sich. Ein US-Schiedsgericht hat die Großbank nun wegen „bösen Glaubens“ verurteilt und damit alte Wunden aus dem Archegos-Skandal aufgerissen. Anleger müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit noch immer Ressourcen bindet und die Bilanz belastet.
Vorwurf des „bösen Glaubens“
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht ein Schiedsspruch der US-Finanzmarktaufsicht FINRA. Die UBS muss 8,7 Millionen US-Dollar an Paul R. Galietto, den ehemaligen globalen Aktienchef der Credit Suisse, zahlen. Der Manager hatte gegen die Streichung seiner aufgeschobenen Vergütungen geklagt, die im Zuge des Zusammenbruchs von Archegos Capital im Jahr 2021 einbehalten wurden.
Brisant ist die Begründung der Schiedsrichter: Sie kamen zu dem Schluss, dass die Bank in „bösem Glauben“ gehandelt habe, als sie sich auf einen internen Untersuchungsbericht stützte, um die Zahlungen zu verweigern. Dieser juristische Rückschlag zeigt, dass die Risiken aus der CS-Übernahme auch Jahre später noch für negative Schlagzeilen sorgen können.
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Aktie sucht Boden
Diese Nachrichten treffen auf ein ohnehin angeschlagenes Sentiment. Die UBS-Aktie notiert aktuell bei 35,46 Euro und hat seit Jahresanfang rund 11,8 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das Ende Januar noch bei 41,10 Euro lag, verdeutlicht die momentane Schwäche. Technisch betrachtet kämpft das Papier darum, den negativen Trend der letzten 30 Tage zu brechen.
Warnsignale und Abgänge
Neben den juristischen Altlasten gibt es auch personelle und strategische Unruhe. Remi Mennesson, Leiter der Global Lending Unit im Wealth Management, verlässt die Bank, was eine interimistische Neubesetzung der Führungsposition erfordert.
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Gleichzeitig blicken die Strategen der Bank mit Sorge auf den Markt für private Kredite. In einer aktuellen Analyse warnen sie vor der disruptiven Kraft künstlicher Intelligenz. Sollte KI zu massiven Umwälzungen bei den Kreditnehmern führen, halten die Analysten einen Anstieg der Ausfallraten im Private-Credit-Sektor auf bis zu 15 Prozent für möglich.
Die Kombination aus juristischen Niederlagen, Managementwechseln und Risikowarnungen zeigt, dass die Großbank an mehreren Fronten gefordert ist. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, wie effizient das Institut diese Baustellen in den kommenden Quartalen schließen kann.
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