Ucore Rare Metals hat einen wichtigen Meilenstein bei der Finanzierung seiner Expansionspläne erreicht. Das Unternehmen schloss am vergangenen Donnerstag eine öffentliche Platzierung von Aktien ab, die einen Bruttoerlös von rund 69 Millionen kanadischen Dollar einbrachte. Die frischen Mittel sollen primär in die Entwicklung der geplanten Produktionsstätte für Seltene Erden im US-Bundesstaat Louisiana sowie in das Betriebskapital fließen.

Abschluss der Kapitalmaßnahme über 69 Millionen kanadische Dollar

Die Finanzierung wurde als sogenanntes „Bought-Deal“-Angebot durchgeführt. Dabei erwarben die beteiligten Konsortialbanken die Papiere fest, um sie anschließend am Markt zu platzieren. Ursprünglich war ein Volumen von rund 60 Millionen kanadischen Dollar angestrebt worden.

Aufgrund der vollständigen Ausübung einer Mehrzuteilungsoption durch die Konsortialpartner Red Cloud Securities und B. Riley Securities erhöhte sich der Bruttoerlös um weitere 9.000.600 kanadische Dollar auf insgesamt genau 69.004.600 kanadische Dollar.

Im Rahmen der Transaktion gab das Unternehmen insgesamt 24.644.500 neue Stammaktien aus. Der Ausgabepreis lag bei 2,80 kanadischen Dollar pro Aktie. Neben der Finanzierung des Louisiana Strategic Metals Complex sollen die Gelder auch für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, um die operative Flexibilität während der kommenden Ausbauphase sicherzustellen.

Technologische Fortschritte am Standort Louisiana

Parallel zur Kapitalbeschaffung meldete Ucore Rare Metals operative Fortschritte bei der Validierung seiner Trennungstechnologie. Am 5. August gab das Unternehmen den erfolgreichen Abschluss des Skalierungs- und Optimierungsprogramms RSX-1 für die RapidSX-Technologie bekannt.

Diese Technologie bildet das Herzstück des geplanten Werks in Alexandria, Louisiana. Im Rahmen der Tests wurde die Konfiguration „Enhanced Machine A“ für die folgenden Testreihen ausgewählt.

Die aus diesem Programm gewonnenen Daten sind laut Unternehmensangaben essenziell für die detaillierte technische Konstruktion der Gesamtanlage. Der Zeitplan für die kommenden Wochen bleibt straff: Für den restlichen August sowie den September sind bereits die nächsten Abnahmetests für die Einheiten RSX-2 und RSX-3 im Werk geplant.

Diese Schritte sind notwendig, um den Baufortschritt des Louisiana-Projekts wie geplant voranzutreiben und die industrielle Einsatzfähigkeit der Technologie unter Beweis zu stellen.

An der Börse reagierte das Papier heute positiv auf die Nachrichtenlage und notiert bei 1,90 €, was einem Tagesplus von 1,8% entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Erholung spiegelt der Kursverlauf die Volatilität im Sektor der Seltenen Erden wider: Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von 47%.

Anleger beobachten nun genau, ob die technischen Abnahmetests im Spätsommer die Erwartungen erfüllen und die Basis für die geplante Produktionsaufnahme schaffen können.