Uniper hat am Freitag eine Dividendenpolitik mit einem angestrebten durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7 Prozent beschlossen. Nach Unternehmensangaben sieht sie eine jährliche Basisdividende von 300 Millionen Euro vor.

Für das Geschäftsjahr 2026 will Uniper der Hauptversammlung 2027 eine Dividende von 321 Millionen Euro vorschlagen. Das entspricht 0,77 Euro je Aktie. Der Vorschlag steht unter dem Vorbehalt eines ausreichenden handelsrechtlichen Bilanzgewinns und der Zustimmung der Aktionäre.

Höhere Gewinnprognose vor den Detailzahlen

Bereits am Mittwoch hatte Uniper Medienberichten zufolge die Prognose für das bereinigte Nettoergebnis angehoben. Für 2026 erwartet das Unternehmen nun 550 bis 650 Millionen Euro. Das sind 50 Millionen Euro mehr als bislang veranschlagt.

Die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen blieb dagegen unverändert. Sie liegt für 2026 weiterhin bei 1.100 bis 1.300 Millionen Euro.

Grundlage der Anpassung waren vorläufige, ungeprüfte Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026. Das bereinigte Nettoergebnis erreichte 579 Millionen Euro, nach 268 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im selben Zeitraum auf 1,02 Milliarden Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es 641 Millionen Euro betragen. Die detaillierten Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026 will Uniper am 10. November 2026 veröffentlichen.

Bund prüft Rückführung seiner Beteiligung

Parallel steht die staatliche Beteiligung im Blickpunkt. Laut Reuters prüft die Bundesregierung, wie sie ihren Anteil an Uniper zurückführen kann. Als mögliche Wege nannte der Bericht vom Freitag einen Verkauf oder einen Börsengang.

Für den 16. November 2026 plant Uniper einen Kapitalmarkttag in London. Dort will das Unternehmen weitere Informationen zur Strategie und zu seinen finanziellen Zielen vorstellen.