UPS hält an seiner Ausschüttungspolitik fest und holt sich zugleich frische Finanzexpertise ins Kontrollgremium. Beide Mitteilungen kamen kurz nacheinander, beide sind Routine, aber aufschlussreich für die Prioritäten des Konzerns.
Dividende bleibt bei 1,64 Dollar
Der Logistikkonzern zahlt für das Schlussquartal erneut 1,64 Dollar je Aktie. Das gilt für alle ausstehenden Aktien der Klassen A und B. Die Auszahlung erfolgt am 3. Dezember 2026, Stichtag für den Anspruch ist der 16. November 2026.
UPS bezeichnet das Bekenntnis zur Dividende als eines seiner Kernprinzipien. Seit dem Börsengang 1999 hat der Konzern die Ausschüttung in jedem Jahr entweder gehalten oder erhöht. Eine Anhebung gab es diesmal nicht, die Zahlung bleibt auf dem bisherigen Niveau.
Die Aktie schloss zuletzt bei 114,31 Dollar, ein Plus von 4,7 Prozent. Nachbörslich gab sie leicht auf 113,98 Dollar nach.
Neue Finanzchefin im Board
Parallel dazu beruft UPS Shannon Eisenhardt mit sofortiger Wirkung in den Verwaltungsrat. Sie sitzt zudem im Prüfungsausschuss. Eisenhardt ist Finanzvorständin des Konsumgüterkonzerns Reckitt Benckiser und verantwortet dort neben Finanzen auch IT, Strategie, M&A, Investor Relations, Treasury und Steuern.
Zuvor arbeitete die 52-Jährige acht Jahre bei Nike, zuletzt als Finanzchefin für die Bereiche Consumer, Marketplace und Brand. Davor leitete sie die Finanzen von Nike North America und der Schwellenländer-Sparte. Zu Reckitt wechselte sie 2023.
Verwaltungsratschef William Johnson hebt ihre Erfahrung bei der Führung komplexer, global aufgestellter Unternehmen durch Transformationsphasen hervor. Konzernchefin Carol Tomé verweist auf Eisenhardts internationale Perspektive und ihre Erfahrung, große Teams zu führen und die operative Disziplin zu stärken. Das passe zur laufenden Umsetzung der Strategie.
Die Personalie unterstreicht, dass UPS im Kontrollgremium auf Finanz- und Transformationskompetenz setzt, während der Konzern bei einem Jahresumsatz von zuletzt 88,7 Milliarden Dollar (2025) seinen Kurs fortführt. Die nächste Dividendenzahlung am 3. Dezember 2026 ist der nächste konkrete Termin für Aktionäre.
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