Nach einem massiven Kurseinbruch atmen Aktionäre von Uranium Energy auf. Am Donnerstag sprang das Papier um fast sieben Prozent auf 8,71 Euro nach oben. Vorausgegangen war ein herber Rückschlag. Ein unerwartet hoher Quartalsverlust hatte den Kurs zuvor auf Talfahrt geschickt.

Rote Zahlen belasten

Für das Ende April abgelaufene Geschäftsquartal meldete der Uranproduzent einen Nettoverlust von 0,11 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Minus gerechnet. Die Folge: Am Mittwoch stürzte die Aktie zeitweise um 18 Prozent ab. Auf Wochensicht steht immer noch ein Minus von rund 28 Prozent.

Das Management nimmt die roten Zahlen bewusst in Kauf. Uranium Energy investiert massiv in neue Projekte und hält parallel dazu das geförderte Uran zurück. Der Vorstand spekuliert auf höhere Verkaufspreise in der Zukunft. Diese Strategie drückt zwar die kurzfristigen Gewinne, schont aber die Reserven für einen stärkeren Markt.

Volle Kassen federn Risiko ab

Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Das federt die operativen Verluste ab. Die Bilanz zeigt Barmittel von rund 488 Millionen US-Dollar. Dem stehen Gesamtverbindlichkeiten von 117 Millionen US-Dollar gegenüber.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick:
* Gesamtliquidität: Inklusive Lagerbeständen erreicht der Wert knapp 698 Millionen US-Dollar.
* Langfristige Schulden: Das Unternehmen arbeitet komplett ohne langfristige Verbindlichkeiten.
* Liquiditätsgrad: Die Current Ratio liegt bei 29.

Analysten bleiben optimistisch

Der jüngste Kursrutsch ruft nun Schnäppchenjäger auf den Plan. Die Experten von H.C. Wainwright bestätigten am Mittwoch ihre Kaufempfehlung. Sie sehen das Kursziel bei 26,75 US-Dollar. Die Analysten loben die ungesicherte Produktion. So profitiert der Konzern direkt von steigenden Weltmarktpreisen.

Technisch gesehen war eine Gegenbewegung überfällig. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 34,2 eine stark überverkaufte Situation. Bis zu alten Höchstständen ist der Weg allerdings weit. Die Aktie notiert aktuell knapp 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch aus dem Januar.