Morgen früh legt Uranium Energy die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Die Erwartungen der Analysten sind gedämpft – sie rechnen mit einem erneuten Verlust. Der Kurs gab zuletzt nach.
Die Aktie notiert aktuell bei 11,20 Euro, ein Plus von 1,82 Prozent zum Freitagsschluss. Auf Monatssicht verlor das Papier jedoch rund 14 Prozent. Derzeit liegt es rund 35 Prozent unter dem Januar-Hoch von 17,34 Euro.
Analysten rechnen mit Verlust
Die Wall Street erwartet für das am Dienstag endende Quartal einen Umsatz von 8,5 Millionen Dollar und einen Verlust von fünf Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum erzielte das Unternehmen noch keine Umsätze. Das zweite Quartal lief dagegen stark: Uranium Energy verkaufte 200.000 Pfund Uranoxid zu 101 Dollar je Pfund – rund 25 Prozent über dem damaligen Spotpreis. Der Quartalsumsatz lag bei gut 20 Millionen Dollar, der Bruttogewinn bei etwa 10 Millionen.
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Das Unternehmen verfügt über 818 Millionen Dollar Liquidität, davon 486 Millionen in bar, und hat keine Schulden.
Branchenkatalysator beflügelte den Sektor
Am 2. Juni kündigte Urenco USA eine milliardenschwere Erweiterung seiner Urananreicherungskapazität um knapp 50 Prozent an. An diesem Tag schoss die Uranium-Energy-Aktie um 13,6 Prozent nach oben. Ein Teil dieser Gewinne ist inzwischen wieder verloren gegangen.
Die Urenco-Expansion ist relevant für Uranium Energy. Das Unternehmen treibt über seine Tochter United States Uranium Refining & Conversion den Aufbau eigener Umwandlungskapazitäten voran. Das Ziel: eine vollständige inländische Brennstoffkette – von der Mine bis zum Reaktor.
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Die USA wollen russische Uranimporte bis 2028 auslaufen lassen. Uranium Energy setzt zudem auf eine ungehedgte Strategie und profitiert von jedem Preisanstieg. Seit November 2025 steht Uran auf der Liste kritischer Rohstoffe der US-Geologiebehörde.
Worauf Anleger morgen achten
Der Q3-Bericht wird erstmals Beiträge aus der neuen Burke-Hollow-Mine in Südtexas zeigen. Hinzu kommt der Hochlauf der Christensen-Ranch-Mine in Wyoming. Im Fokus stehen Produktionsmengen, Kosten je Pfund und die Verkaufsperspektive für das zweite Halbjahr.
Am Dienstagmorgen um 11:00 Uhr ET folgt die Telefonkonferenz mit dem Management. Die Zahlen entscheiden, ob sich die Talfahrt der vergangenen Wochen fortsetzt oder eine Trendwende einleitet.
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